Feinstaubwerte sind ein Jahr nach Einführung der Maßnahme zurückgegangen.

So sieht die Messstation an der Corneliusstraße aus. Die Feinstaub-Werte gingen in den vergangenen Monaten zurück.  Archiv
So sieht die Messstation an der Corneliusstraße aus. Die Feinstaub-Werte gingen in den vergangenen Monaten zurück. Archiv

So sieht die Messstation an der Corneliusstraße aus. Die Feinstaub-Werte gingen in den vergangenen Monaten zurück. Archiv

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So sieht die Messstation an der Corneliusstraße aus. Die Feinstaub-Werte gingen in den vergangenen Monaten zurück. Archiv

Düsseldorf. Seit einem Jahr dürfen nur noch Autos mit grüner Umweltplakette nach Düsseldorf fahren. Das sehen die Regelungen für die Luftreinhaltung vor, die die Bezirksregierung erlassen hat. Eine Maßnahme, die sich bezahlt macht, sagt Inge Bantz, Leiterin des Umweltamts. Die Feinstaubwerte sind seitdem weiter zurückgegangen.

Eine Bilanz zieht das Amt zwar immer erst zum Jahresende für ein ganzes Jahr, doch die Zahlen zeigen einen eindeutigen Trend. „2013 lagen die Werte beim Feinstaub noch an 25 Tagen über der Grenze, 2014 mit Einführung der grünen Plakette nur noch an 15 Tagen“, sagt sie. Dabei gelten die Messstationen an der Corneliusstraße und an der Dorotheenstraße als Maßstab. Dort ist die Belastung besonders groß. Der Grenzwert liegt bei 50 Mikrogramm pro Kubikmeter, Überschreitungen sind an 35 Tagen pro Jahr erlaubt.

Der Rückgang habe auch Auswirkungen auf die Ozonwerte. „Erst durch das Zusammenwirken von Feinstaub und Hitze entsteht das Ozon, das bei empfindlichen Menschen gesundheitliche Probleme verursachen kann.“ Seit Jahren seien die Werte unbedenklich. Erst bei der Hitzewelle Anfang Juli habe die Stadt wieder auf mögliche Gefahren aufmerksam machen müssen.

Bedenklich sind für Bantz hingegen weiterhin die Stickstoffwerte. Diese seien genauso gesundheitsschädlich. Hier sind die Daten seit Jahren unverändert zu hoch, sagt sie. Die grüne Umweltplakette greift in dem Bereich nicht, die Fahrzeuge seien in der Abgastechnik darauf nicht eingestellt. „Dafür braucht es andere Vorgaben seitens der EU zum Beispiel.“ Bei den Werten gibt es sie schon. 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft seien im Jahresmittel erlaubt. An der Corneliusstraße werden regelmäßig 60 Mikrogramm gemessen, an der Dorotheenstraße 50.

Doch die Stadt hat Möglichkeiten, darauf zu reagieren: Einerseits den Verkehrsfluss flüssig zu halten und zeitgleich mehr Menschen weg vom Auto, hin zu Bus, Bahn und Rad zu locken. „Da passiert ja schon einiges“, sagt Bantz. Auch in einem anderen Punkt ist die Stadt weitergekommen: Schiffe, die im Stadtgebiet Strom statt Diesel tanken. Die Maßnahme war schon lange geplant, in diesem Jahr wurden die Verträge unterschrieben. „Wir rechnen mit einer konkreten Umsetzung im nächsten Jahr.“

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