Warnstreiks der Arbeiterwohlfahrt
Die Streikenden in Düsseldorf sind mit dem Angebot von drei Prozent überhaupt nicht zufrieden.

Die Streikenden in Düsseldorf sind mit dem Angebot von drei Prozent überhaupt nicht zufrieden.

Daniel Naupold

Die Streikenden in Düsseldorf sind mit dem Angebot von drei Prozent überhaupt nicht zufrieden.

Düsseldorf. Die große Verdi-Demo auf dem Düsseldorfer Burgplatz ist beendet, tausende Teilnehmer haben sich auf den Rückweg begeben. die aus Mönchengladbach, Krefeld und duisburg nach Düsseldorf gekommenen Streikenden ziehen über die Oberkasseler Brücke zu den am anderen Rheinufer wartenden Bussen.

Die Stimmung bei der Demo war erwartungsgemäß kämpferisch. Die Teilnehmer trotzten dick eingepackt dem kühl-windigen Wetter, fast alle hatten sich in die rot-weißen Plastiktüten gewickelt mit den Aufschriften: „Wir sind es wert“ oder „Weil es um mehr geht“. Der Flughafen-Caterer Sky Chefs versorgte die Kollegen auf dem Burgplatz mit Frühstückspaketen.

„Das Angebot von drei Prozent bis 2017 ist ein schlechter Witz“ sagte Straßenbahnfahrer Sefik stellvertretend für so viele andere. Oben auf der überdachten Bühne spielten sich die Verdi-Funktionäre die Bälle zu: „Ich habe den Eindruck, du bist auf 180,wenn du siehst, was der Arbeitgeber uns da anbietet“, sagt die Moderatorin. „Da bin ich eher auf 250“, antwortet die Frau, die für die Belegschaft der LVR-Klinik spricht, und: „Die treten auch unseren jungen Auszubildenden in den Hintern, aber das sind vielleicht die, die ihnen später mal den Hintern abwischen müssen.“

Verdi-Chef Frank Bsirkske betonte neben der Forderung nach sechs Prozent mehr Lohn für den öffentlichen Dienst noch einmal, dass man auf gar keinen Fall Abstriche bei der Zusatzversorgung der Beschäftigten hinnehmen werde.

Die Arbeitgeber haben in den ersten Verhandlungsrunen eine einprozentige Lohnerhöhung zum 1. Juni angeboten, der ein Jahr später ein Zuwachs von zwei Prozent folgen solle. „Das ist ein Schlag ins Gesicht für alle Kollegen“, sagte die Düsseldorfer Verdi-Geschäftsführerin Stephanie Pfeifer.

Die dritte Verhandlungsrunde ist für diesen Donnerstag und Freitag angesetzt. Gibt es dort keine Annäherung dürfte es weitere Warnstreiks geben.

© WhatsBroadcast

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