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Am späten Dienstagnachmittag wurde im Düsseldorfer Flughafen ein verdächtiges Gepäckstück gefunden. Für drei Stunden ging nichts mehr. Gegen 20.40 Uhr gab es Entwarnung.

Am späten Dienstagnachmittag wurde im Düsseldorfer Flughafen ein verdächtiges Gepäckstück gefunden. Für drei Stunden ging nichts mehr. Gegen 20.40 Uhr gab es Entwarnung.

Garhard Berger

Am späten Dienstagnachmittag wurde im Düsseldorfer Flughafen ein verdächtiges Gepäckstück gefunden. Für drei Stunden ging nichts mehr. Gegen 20.40 Uhr gab es Entwarnung.

Düsseldorf. Der Düsseldorfer Flughafen ist am Dienstagnachmittag nach dem Fund eines herrenlosen Koffers im Terminal evakuiert worden. Bis zum Abend lag der Betrieb lahm – 70 Flüge wurden annulliert, 20 ankommende Flieger umgeleitet zu anderen Airports. „Das ist ganz großes Besteck“, sagt Flughafen-Sprecher Thomas Kötter.

Gegen 15 Uhr wurde der Koffer entdeckt, der Besitzer ausgerufen. „Dann haben wir unsere Spezialkräfte hinzugezogen“, sagt Achim Berkenkötter von der Bundespolizei. Sie hätten den Inhalt des Koffers untersucht und als verdächtig eingestuft – weitere Details verrät er nicht. Um 15.20 Uhr seien die Terminals A und B geräumt gewesen – um 17.30 Uhr weiteten die Sicherheitskräfte die Sperrung aus, das komplette Flughafengebäude und die angrenzenden Parkhäuser wurden evakuiert. Die Ausfahrten zum Airport auf der A44 waren dicht.

Pilot: „So etwas habe ich in zehn Jahren nicht erlebt“

Tausende Menschen warteten an der Sperrzone. Veronika Mader und Ronald Werner aus Berlin wollten gerade ihr Gepäck für den Flug nach Abu Dhabi aufgeben. „Dann ging der Alarm los“, berichtet Werner. Das Paar muss einen Anschlussflug nach Thailand erwischen. „Aber da braucht man sich keine Illusionen zu machen“.

Astrid Peters aus Straelen hingegen kommt gerade aus dem Spanienurlaub und wollte ihr Gepäck holen, als die Sirenen starteten. Auch sie wartet im Freien: „Sonst müssen wir morgen ja extra wiederkommen.“ Ratlos steht dort auch ein Pilot, der an diesem Abend nach London fliegen soll, um von dort einen Flieger nach Freetown in Sierra Leone zu steuern. „So etwas habe ich in zehn Jahren nicht erlebt.“

Kurz nach 20.30 Uhr gaben die Entschärfer dann Entwarnung: Worum genau es sich bei dem Inhalt des Koffers handelt, könne man noch nicht sagen – die gewöhnliche Reisegarderobe jedenfalls war es offenbar nicht. „Aber auch kein gefährlicher Gegenstand“, so Berkenkötter. Das Nachtflug-Verbot wurde gelockert. Bis 23 Uhr durften gestern noch Flüge starten, bis 0.30 Uhr landen. Dennoch rechnet der Flughafen auch am Mittwoch noch mit Verspätungen. Passagiere sollten die Airline kontaktieren.

Bombendrohung: Vor fast genau zehn Jahren gab es am Airport Düsseldorf ein ähnliches Szenario: Nach einer Bombendrohung war er sieben Stunden lang gesperrt.

Täterin: Verurteilt wurde eine 27-Jährige für die Drohung. Ihr Motiv waren offenbar Beziehungsprobleme gewesen.

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