Ein 56-jähriger stellte Filme mit seiner kleinen Tochter ins Darknet, über Jahre soll er sie missbraucht haben. Ihn erwartet eine lange Haftstrafe.

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Volker Hartmann

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Düsseldorf. Es ist die dunkle Seite des Internets. Jede Menge Kriminelle sind im Darknet unterwegs, bieten Waffen oder Drogen an, aber auch Pädophile nutzen den verschlüsselten Dienst, in dem man nur wenig von sich preisgeben muss. Ein 56-Jähriger, der selbst als Administrator im öffentlichen Dienst arbeitete, soll aus Neugier angefangen haben, im dunklen Netz zu surfen. Bis er dann völlig die Kontrolle verlor. Der Mann stellte selbst Filme mit seiner kleinen Tochter ins Netz, über Jahre soll er die heute Neunjährige missbraucht haben. Seit Montag muss sich der 56-Jährige sich vor dem Landgericht verantworten.

Unter dem Spitznamen „Peter Pan“ knüpfte der Angeklagte Kontakte zu Pädophilen im Internet. Dabei stieß er auch auf eine Person, die ein Netzwerk im Darknet leitete. Um dort aufgenommen zu werden, gab es hohe Hürden. Dazu gehörte, dass die Teilnehmer auch selbst kinderpornografisches Material hochladen mussten, um aufgenommen zu werden. In dem Pädophilen-Netzwerk tauchten dann Videos des kleinen Mädchens auf. Offenbar ging es darum, die Filme untereinander zu tauschen.

Angeklagter steht bereits zum zweiten Mal vor Gericht

Entstanden sind die Aufnahmen nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft in der Wohnung des 56-Jährigen und bei einem Bekannten in Bremerhaven. Vor zwei Jahren hatte der Mann schon einmal vor Gericht gestanden. Damals wurde er zu einer Haftstrafe von sieben Jahren und drei Monaten verurteilt.

Doch nach dem Prozess entdeckte die Staatsanwaltschaft noch drei weitere Videos, die bisher nicht bekannt waren. Besonders erschütternd war für die Fahnder, wie kaltblütig der Angeklagte vorging. Darum wurde ein weiteres Strafverfahren gegen den Vater eingeleitet.

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