30-Jähriger kam gerade erst aus der Haft.

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Eine Polizistin bringt das Kind am Sonntag in Sicherheit.

Eine Polizistin bringt das Kind am Sonntag in Sicherheit.

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Eine Polizistin bringt das Kind am Sonntag in Sicherheit.

Düsseldorf. Der 30 Jahre alte Mann, der am Sonntagabend gedroht hatte, sein Kind aus dem Fenster zu werfen, wird der Geiselnahme beschuldigt und muss im Fall einer Verurteilung für mindestens fünf Jahre ins Gefängnis. Dies bestätigte am Montag Staatsanwalt Johannes Mocken.

Wie die WZ berichtete, hatte der Mann seinen 13Monate alten Sohn aus dem Fenster im zweiten Stock eines Hauses an der Gogrevestraße in Bilk gehalten. Anwohner hatten die Polizei alarmiert, die Schlimmstes verhindern konnte.

Wie sich jetzt herausstellte, benutzte der Mann sein Kind als Druckmittel, um seine Frau zu einem Gespräch zu zwingen. Diese hatte offenbar vor, sich von ihm zu trennen.

Nach Auskunft der Polizei ist es bei dem Paar häufiger zu Auseinandersetzungen gekommen. Der 30-Jährige war auch in Diebstahl- und Rauschgiftdelikte verwickelt und hat schon im Gefängnis gesessen. Erst vor acht Tage wurde er entlassen. "Wir meinen nach dem jüngsten Vorfall, dass er in Haft gehört", sagte Mocken.

Davon ist auch Nachbarin (Name ist der Redaktion bekannt) überzeugt. Ihr war der Mann bereits mehrfach unangenehm aufgefallen. "Er hat morgens um sieben mit einer Flasche Bier in der Hand nach dem Jungen verlangt. Hat herumgebrüllt und seine Frau drangsaliert." Die Nachbarin informierte daraufhin den Bezirkssozialdienst. "Dreimal habe ich dort im vergangenen Dreivierteljahr angerufen. Zuletzt Montagmorgen." Unternommen habe jedoch nie jemand etwas.

Johannes Horn, Leiter des Jugendamts, dazu: "Wir kümmern uns schon länger um diese Familie und haben alles unter Kinderschutzgründen geprüft." Das sei für Ausstehende vielleicht nicht immer erkennbar.

© WhatsBroadcast

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