Bezirksvorsteher Uwe Sievers (SPD) über die Entwicklung im Haupt- und in den Nebenzentren.

Soziales, Personen
Für Bezirksvorsteher Uwe Siewers (SPD) ist Garath ein Gesamtkunstwerk.

Für Bezirksvorsteher Uwe Siewers (SPD) ist Garath ein Gesamtkunstwerk.

Sergej Lepke

Für Bezirksvorsteher Uwe Siewers (SPD) ist Garath ein Gesamtkunstwerk.

Düsseldorf. Der Bezirksvorsteher Uwe Sievers (SPD) spricht im WZ-Interview über die Entwicklung im Haupt- und in den Nebenzentren von Garath und Hellerhof. 

WZ: Herr Sievers, nach 15 Jahren hat die SPD, gemeinsam mit den Grünen, in Garath wieder das Sagen. Was wollen Sie ändern?

Uwe Sievers: Das Problem ist, große Dinge können wir auf Bezirksebene nicht ändern, denn ich bin „nur“ der erste Mann der Bürgerschaft und nicht der Verwaltung. Aber wir müssen immer wieder die Hand in die Wunde legen, um der Verwaltung Dampf zu machen. Was beispielsweise bei der Neugestaltung des Zentrums Nordwest geschehen ist, ist ein Unding. Da wurden Platten verlegt, die teilweise wieder herausgerissen werden mussten, weil man den Untergrund nicht kannte. So ein Pfusch darf nicht passieren. Jetzt sollen die Arbeiten erst Ende Januar fertig sein.

Ist die größere Baustelle nicht das Nebenzentrum Südwest?

Sievers: Hier läuft uns die Zeit buchstäblich davon, weil die Betriebsgenehmigung für das denkmalgeschützte Hildegardisheim 2018 ausläuft – also in drei Jahren. Deshalb hatte die Caritas die Idee, die leer stehende evangelische Hoffnungskirche aufzukaufen und dort ein neue Altenheim zu errichten. Doch egal wie sich die Evangelische Kirche und die Caritas einigen, in dieser Zeit kann man kein neues Seniorenheim planen und bauen.

Gibt es denn schon Ideen für die Weiternutzung des Hildegardisheim?

Sievers: Nicht wirklich. Denn Architekt Gottfried Böhm hatte es wie ein kleines Dorf mit verwinkelten Gassen und und dunklen Laternen entworfen und in dieser Konzept schützen lassen.. Nicht einmal die Lampen dürfen erneuert werden, das macht eine Folgenutzung so schwierig. Hinzu kommt, dass der Mietvertrag von Hell-Ga in der Hoffnungskirche noch bis 2020 läuft. Es ist schwer vorstellbar, dass um Hell-Ga herum abgerissen und neu gebaut werden kann.

Das hört sich an wie eine lange Klageliste.

Sievers: Glücklicherweise gibt es aber auch erfreuliche Entwicklungen. So will der soziale Träger SOS sich verstärkt in Garath Südost engagieren und plant neben einem Kindergarten auch ein Verwaltungszentrum für den Düsseldorfer Süden mit einem umfangreichen Beratungsangebot.

Wo gibt es noch Probleme?

Sievers: Den Stadtbezirk darf man nicht einzeln sehen, hier greift vieles ineinander – wie bei einem Gesamtkunstwerk. Im Hauptzentrum haben Modegeschäft und Buchhandlung das Handtuch geworfen, weil die Mieten zu teuer wurden. Sorge bereitet mir auch die Bestrebungen der Stadtsparkasse, kleinere Filialen wie die in Hellerhof aufzugeben. Gemeinsam mit der IHK müssen wir uns überlegen, wie diese Entwicklung gestoppt werden kann.

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