46-jähriger Mann hatte obszöne Fotos von junger Frau in der S-Bahn gemacht.

Wenn die Justiz irrt - Justitia
Symbolbild.

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dpa

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Düsseldorf. Für die junge Frau war es ein schreckliches Erlebnis. Während sie in der S-Bahn schlief, machte ein 46-Jähriger Fotos von ihrem Genitalbereich. Danach setzte sich der Mann auf eine Bank gegenüber und soll sich selbst befriedigt haben. Bereits am Dienstag musste sich der Mann, der mit Ehefrau und drei Kindern im Sauerland lebt, im Rahmen eines beschleunigten Verfahrens vor dem Amtsgericht verantworten. Er räumte ein, die Fotos gemacht zu haben, bestritt aber die anderen Vorwürfe energisch.

Mann soll in der Bahn masturbiert haben

Zugetragen hat sich der Vorfall am Sonntagmorgen gegen sieben Uhr in der S11 zwischen Flughafen und Hauptbahnhof. Die junge Frau, die einen Rock trug, war eingeschlafen. Nach Zeugenaussagen hat sich der 46-Jährige auf den Boden gelegt und unter dem Rock mit dem Handy fotografiert. Das wurde nachher sichergestellt. Drei obszöne Aufnahmen befinden sich darauf.

Zwei Schwestern (36 und 41 Jahre) hatten das Opfer dann geweckt. Zu dem Zeitpunkt soll der Angeklagte masturbiert haben. Im Hauptbahnhof nahm die Polizei den Mann fest, der seitdem in Untersuchungshaft sitzt.

Der Hauptzeugin erschien gestern nicht zum Prozess

Der 46-Jährige behauptete zunächst, er habe die Fotos nicht mit Absicht gemacht. Als die Richterin ihm die drei Aufnahmen zeigte, korrigierte er sich: „Ich habe fotografiert, was mir gefiel.“ Er bestritt allerdings, sich selbst befriedigt zu haben.

Da zwei Zeuginnen, darunter auch die junge Frau, gestern nicht erschienen, wird am Donnerstag weiterverhandelt. Beide müssen ein Ordnungsgeld von je 350 Euro zahlen.

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