Mit dem Projekt geht ein großer Wunsch in Erfüllung. Die Eltern- initiative sammelt.

neubau
Gabi Hänsel, Vize der Elterninitiative Kinderkrebsklinik, auf dem Areal in der Uni-Klinik, wo das Elternhaus ab Herbst gebaut werden soll.

Gabi Hänsel, Vize der Elterninitiative Kinderkrebsklinik, auf dem Areal in der Uni-Klinik, wo das Elternhaus ab Herbst gebaut werden soll.

Hell, modern, barrierefrei: das Elternhaus. Entwurf: Heusel Architekten

Bernd Schaller, Bild 1 von 2

Gabi Hänsel, Vize der Elterninitiative Kinderkrebsklinik, auf dem Areal in der Uni-Klinik, wo das Elternhaus ab Herbst gebaut werden soll.

Düsseldorf. Wenn ein Kind Krebs bekommt, bricht für die Eltern zunächst eine Welt zusammen. Dann ist klar: Das Kind soll schnell die möglichst beste Behandlung bekommen. Die Kinderkrebsklinik an der Düsseldorfer Universitätsklinik gehört zu den ersten Adressen in Deutschland. Das hat Auswirkungen: „Zu uns kommen Familien aus ganz NRW, aber auch aus England, Russland oder Kasachstan“, sagt Gabi Hänsel, die stellvertretende Vorsitzende der Elterninitiative Kinderkrebsklinik.

Die Initiative unterstützt seit nunmehr 31 Jahren Maßnahmen und Aktionen. Wichtige Geräte, eine Freizeit für die kranken Kinder, sogar mehr als 40 Stellen werden aus ihren Spenden finanziert. Das neueste Projekt: „Wir haben schon seit Jahren den Wunsch, ein Elternhaus zu bauen“, sagt Gabi Hänsel. Denn gerade die Eltern, die anreisen müssen, möchten gerne in direkter Nähe zu ihren Kindern übernachten. In der Klinik reichen dafür jedoch die Betten nicht aus. „Bislang behelfen wir uns mit einer Etage in einem ehemaligen Personalwohnheim.“

Ab Herbst wird gebaut: Das Haus kostet 1,5 Millionen Euro

Nicht die besten Bedingungen, wenn man etwa wegen einer Knochenmarktransplantation sechs bis acht Wochen in der Klinik sein muss – aber besser als nichts. Jetzt aber wird kräftig gesammelt, um die 1,5 Millionen Euro fürs Elternhaus zusammen zu bekommen. Das Grundstück in Sichtweite der Kinderkrebsklinik ist reserviert, ab Herbst sollen zwölf Appartments, davon zwei komplett barrierefrei, entstehen. Auch ein großer Spielbereich für gemeinsame Stunden ist vorgesehen. Den Entwurf hat das Architekturbüro Heusel erstellt.

Bislang können die Eltern kostenlos übernachten, ob dies auch beim Elternhaus der Fall sein kann, ist noch nicht entschieden.

In der Kinderkrebsklinik werden jährlich 170 neue Patienten behandelt. In den Ambulanzen der Klinik für Kinder-Onkologie, Hämatologie und klinische Immunologie sind am Tag bis zu 70 Kinder in Behandlung.

Die Elterninitiative informiert über das Elternhaus unter
www.kinderkrebsklinik.de
 

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer