Die Studentenvertreter haben vor allem mit Interna und dem Verhältnis zum Rektor zu tun.

Düsseldorf. Die Studentenvertreter haben derzeit viel zu tun - nur: Kaum einer ihrer 14000 Kommilitonen merkt etwas davon. Denn seit seiner Wahl im September2008 organisiert der Allgemeine Studentenausschuss (Asta) der Heinrich-Heine-Universität vor allem sich selbst. Kaum waren alle Referate besetzt, haben sich Asta-Chef Dennis Heckendorf und seine Vorstandskollegen einigermaßen an die neue Aufgabe gewöhnt, drehen sie schon wieder beflissen am Pöstchen-Karussell.

Gemäß Koalitionsvertrag sollte Heckendorf nach sechs Monaten sein Amt an eine Mitstreiterin abgeben. Doch der erste Versuch, diese Abmachung umzusetzen scheiterte, der zweite mündete in dem Beschluss, dass Heckendorf bleibt, was und wo er ist, aber seine Stellvertreter ausgewechselt werden. Ist bei so viel Beschäftigung mit Interna noch Zeit für die Belange, welche der Asta im WZ-Interview noch als vordringlich angekündigt hatte? Für den "Dauerbrenner Studiengebühren" und den wachsenden Beruhigungsmittelkonsum in der Studentenschaft? Nach Auskunft von Heckendorf sind in beiden Fällen Veranstaltungen im Sommersemester geplant. Bisherige Aktionen: keine.

Asta: "Die Abwartehaltung des Rektors ist keine schlechte"

Der Grund für so viel Zurückhaltung ist nach Bekunden ausgerechnet der Studentenvertreter das harmonische Verhältnis zu Uni-Rektor Hans Michael Piper. Dessen "Abwartehaltung", sagt Heckendorf, sei "keine schlechte": "Überstürztes Handeln führt nicht zwangsläufig zu einem guten Ergebnis." Tatsächlich aber tadelte der Rektor den Asta erst kürzlich für dessen Kritik am elektronischen Rückmeldeverfahren. Seither läuft es prima.

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