Drei Freunde wollte ein 31-Jähriger im August vergangenen Jahres nach Düsseldorf bringen – obwohl er keinen Führerschein hat. Nach einer Verfolgungsjagd mit der Polizei krachte er mit seinem Ford am Südring vor einen Baum. Dabei wurden zwei Mitfahrer schwer verletzt. Statt sich um die beiden zu kümmern, machte sich der junge Mann einfach aus dem Staub und lief davon. Gestern musste der Kaufmann sich dafür vor dem Amtsgericht verantworten.

Wie der Angeklagte erklärte, hätte das Trio ihn gebeten, doch „mal schnell nach Düsseldorf“ zu fahren. Auf der Autobahn 57 wollte ein Streifenwagen den Ford stoppen, weil ein Rücklicht an dem Wagen defekt war. „Davon wusste ich nichts“, sagte der 31-Jährige, „ich bin dann plötzlich in Panik geraten.“

Auf de Südring verlor er die Kontrolle über den Ford, geriet auf einen Acker und stieß dann gegen den Baum. Eine junge Frau erlitt einen Halswirbelbruch, ein Mann brach sich das Schienbein. Die Verletzungen will der Kaufmann nicht bemerkt haben, als er zu Fuß davon lief. Am nächsten Tag stellte er sich der Polizei. Verurteilt wurde der alleinerziehende Vater zu einer Haftstrafe von einem Jahr auf Bewährung. si

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