Der Urologe Martin Petsch ist ein gefragter Spezialist, um Männer wieder fruchtbar zu machen.

Dr. Martin Petsch vor einer Wand mit Kinderfotos, deren Vätern er bereits helfen konnte.
Dr. Martin Petsch vor einer Wand mit Kinderfotos, deren Vätern er bereits helfen konnte.

Dr. Martin Petsch vor einer Wand mit Kinderfotos, deren Vätern er bereits helfen konnte.

Dr. Martin Petsch vor einer Wand mit Kinderfotos, deren Vätern er bereits helfen konnte.

Sergej Lepke, Bild 1 von 2

Dr. Martin Petsch vor einer Wand mit Kinderfotos, deren Vätern er bereits helfen konnte.

Düsseldorf. Vor rund sieben Jahren hatte Andreas Kähler eigentlich mit dem Kinderkriegen abgeschlossen. Zweimal war er bereits Vater geworden, mehr Kinder sollten es für seine damalige Frau und ihn nicht werden. Also entschieden sie sich für einen ihrer Meinung nach endgültigen Schritt: Kähler ließ eine Vasektomie, also eine Sterilisation bei sich durchführen. Einige Zeit später trennte sich das Paar allerdings und er lernte seine heutige Partnerin Meike kennen – eine junge Frau mit Kinderwunsch.

„Sie wusste von meiner Vasektomie, für unsere Beziehung wollte sie auf Kinder verzichten“, sagt Kähler. Doch auch in ihm kam der Kinderwunsch zurück und sie informierten sich, welche Möglichkeiten noch für sie bestehen würden. „Mein Urologe hat mir daraufhin Kliniken empfohlen, die Refertilisierungsoperationen durchführen“, also Vasektomien wieder rückgängig machen können, erzählt der heute 45-Jährige. So fuhr der Niedersachse in das nahe gelegene Oldenburg und sprach mit dem dortigen Chefurologen. „Der empfahl mir damals allerdings, ich solle das lieber von jemandem machen lassen, der darin mehr Erfahrung hat.“

1600 Männer hat Dr. Martin Petsch bereits operiert

Je regelmäßiger ein Arzt die Operation durchführt (mindestens 30 mikrochirurgische Operationen pro Jahr sollten es sein), desto größer sind die Erfolgschancen auf eine Schwangerschaft der Frau – laut Statistik liegt diese bei knapp 50 Prozent.

Über den Oldenburger Chefurologen kam Kähler in Kontakt mit dem Düsseldorfer Mikrochirurgen Dr. Martin Petsch, dem europaweit meistfrequentierten Spezialisten für Refertilisierungsoperationen. Rund 250 Patienten aus aller Welt kommen jährlich zu ihm, 1600 Männer hat er schon operiert.

„Normalerweise sind es Männer um die 40, die in einer neuen Partnerschaft leben“, sagt der Mediziner. Neben künstlicher Befruchtung, der Insemination mit Spendersamen oder einer Adoption ist die Refertilisierung laut Petsch die einzige Möglichkeit für sterilisierte Männer, auf „natürlichem Weg“ Kinder zu zeugen.

„Ich habe einen super Job.“

Dr. Martin Petsch, Mikrochirurg

Die Erfolgsaussichten bei einer künstlichen Befruchtung (Kosten: rund 8000 bis 10 000 Euro für Operationen und Hormonbehandlung) liegen laut seiner Aussage bei rund 33 Prozent, die Schwangerschaftsrate bei einer Insemination mit Spendersamen (3150 Euro für sechs Inseminationen/Zyklen) liegt bei rund zwölf bis 15 Prozent pro Zyklus. Eine Refertilisierung kostet etwa 2500 bis 3000 Euro.

Im Eingangsbereich der Praxis hängen Babyfotos

Rund acht bis zehn Monate nach der Operation kann es zu einer Schwangerschaft kommen – in seltenen Fällen auch früher. „Bei uns hat es keine drei Monate gedauert“, freut sich Andreas Kähler. Am 19. Februar ist sein Sohn Simon auf die Welt gekommen – 4150 Gramm schwer, 53 Zentimeter groß und kerngesund.

Betritt man die Praxis von Martin Petsch an der Louise-Dumont-Strasse 1-3, so blickt man auf einige Fotos von Kindern, deren Vätern er bereits helfen konnte. Und auch das Foto von Simon ist jetzt dabei. „Ich habe einen super Job“, sagt Petsch.

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