Die Feuerwehr beurteilt den Ablauf positiv – die defekte Bahn wird jetzt von Experten untersucht.

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Feuerwehrleute am Notausstieg Stahlwerkstraße.

Feuerwehrleute am Notausstieg Stahlwerkstraße.

Arend

Feuerwehrleute am Notausstieg Stahlwerkstraße.

Düsseldorf. Alle 17 U-Bahnhöfe in Düsseldorf sind am Freitagabend wegen des U-Bahnbrandes in Höhe der Stahlwerkstraße geräumt worden. Zu fünf Stationen - Oststraße, Hauptbahnhof, Handelszentrum, Kettwiger Straße und Oberbilker Markt - fuhr die Feuerwehr mit Löschzügen raus. "Einen so großflächigen Einsatz in der U-Bahn hatten wir noch nie", sagt Feuerwehrsprecher Heinz Engels.

Trotzdem gibt es von den Beteiligten gute Noten für den schnell angelaufenen Großeinsatz. Rheinbahnsprecher Georg Schumacher hebt besonders das "mustergültige Verhalten" des Fahrers der Unglücksbahn hervor. Der Mann hatte, als er den Rauch bemerkte, sofort die Leitstelle informiert und den Brand dann selbst gelöscht.

Regelmäßig üben Feuerwehr und Rheinbahn gemeinsam, wie der Gefahrenabwehrplan im Falle eines Feuers im Schacht umzusetzen ist. Am Freitagabend wurden die Fahrgäste in den Stationen über Durchsagen in Deutsch, Englisch und Türkisch gebeten, den Bahnhof zu verlassen, während die Feuerwehr in den Tunnel eindrang. "Die große Evakuierung war das einzig Richtige", urteilt Schumacher im Nachhinein. "Da geht es im Zweifel um Menschenleben."

Die U-Bahn der Linie U75 - ein Modell GT8SU aus den 70ern - wird jetzt von einem externen Gutachter untersucht. Ihr Alter soll nicht für den Defekt verantwortlich sein. Vielmehr lag es wohl an einer Federspeicherbremse, die Bahnen bei einem Stromausfall anhalten soll und sich in diesem Fall selbsttätig schloss. Die Bahn war sozusagen mit angezogener Handbremse unterwegs, diese lief offensichtlich heiß.

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