Auf der Bismarckstraße liegt die Konditorei Byzantio von Dimitrios Kanelis und Lenia Doulgidou. Sie gilt als Treffpunkt der griechischen Comunity. Akademiestudenten entwarfen Torten und verteilten sie.

Akademiestudenten entwarfen Torten und verteilten sie.
Bunte Torten wie diese von Rebecca Grundmann wurden verteilt.

Bunte Torten wie diese von Rebecca Grundmann wurden verteilt.

Zanin

Bunte Torten wie diese von Rebecca Grundmann wurden verteilt.

Düsseldorf. Kein Standort ist besser geeignet, den Düsseldorfern die Kultur fremder Länder näher zu bringen, als die Gegend rund um den Hauptbahnhof. Markus Ambach hatte die Idee für die „Reisen in die eigene Stadt“. Am Samstag ging es auf die fahrradfreundliche Bismarckstraße zu einer Aktion, für die sogar der Autoverkehr gesperrt wurde.

Dort liegt die Konditorei Byzantio von Dimitrios Kanelis und Lenia Doulgidou. Sie gilt als Treffpunkt der griechischen Comunity. Der familiengeführte Betrieb ist bekannt für seine aufwendigen Torten. Dass diese Form des Genusses nicht weit von der Kunst zu liegen scheint, machten 14 Akademiestudenten aus der Klasse von Rita McBride deutlich.

Zunächst hatten die Studenten mit Jacques Tilly in dessen Studio zwischen den Karnevalswagen ein großes Füllhorn geschaffen, ein mythologisches Symbol des Glücks. Der Wagenbauer schuf das Gerüst und die Eleven die feuchte Pappmaché-Masse, die sie später anmalten. Am liebsten wären sie anschließend in die Werkstatt bei Byzantio eingefallen und hätten gebacken, was allein schon aus hygienischen Gründen verboten war. Doch die Konditorin Shough Ilheis verwandelte all ihre Ideen in reale Genüsse.

Insgesamt 28 Torten ergaben 400 Portionen für Passanten

Konstantinos Gavrias, Sohn griechischer Eltern, der selbst gern nascht, entdeckte dort immerhin eine Maschine, um Fotos auf Konditorei-Papier zu drucken. So landete auf dem ersten Kuchen sein Selbstporträt, auf dem zweiten ein schriller Kristallpudel. Elisa Brinkmann, Gaststudentin und ab nächstem Semester bei McBride eingeschrieben, schuf die größte, doppelstöckige Torte, aus der sich 70 Portionen schneiden ließen. Sie zeigte eine Uhr, wohlwissend, wie schnell die Zeit beim Verspeisen von Leckerem vergeht. Zugleich nahm sie sich das berühmte Memphis-Design als Vorbild und bemalte die Seitenteile nach derlei Motiven. Lange hatte sie an ihren Entwürfen gearbeitet. Und nun waren es ein paar Bissen, und die Passanten hatten die Pracht verschluckt. 28 Torten hatte die Fachfrau Shough Ilheis im Byzantio hergestellt. Sie wurden in 400 Portionen zerlegt und verschenkt.

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