Arbeiter graben Pflanzen an der Berliner Allee aus. Künstlerin will Ernst-Reuter-Platz als neuen Standort.

Standort
Während die ersten Pflanzen entfernt werden , weiß Tita Giese schon, wo sie künftig stehen sollen

Während die ersten Pflanzen entfernt werden , weiß Tita Giese schon, wo sie künftig stehen sollen

Der Ernst-Reuter Platz soll durch die Bambuspflanzen aufgewertet werden. (Grafik: Giese)

(Grafik: Giese)., Bild 1 von 2

Während die ersten Pflanzen entfernt werden , weiß Tita Giese schon, wo sie künftig stehen sollen

Düsseldorf. Der Bambus und die Palmen der Tita Giese an den Bahngleisen der Berliner Allee in Höhe Blumenstraße müssen weg. Sie weichen mitsamt dem Tausendfüßler den Bauarbeiten für den Kö-Bogen.

Ganz verschwinden werden sie aber nicht. Vielmehr werden die Pflanzen mit Wurzeln ausgegraben. Sie überwintern in der städtischen Baumschule in Stockum und werden in Absprache mit Giese fachgerecht gepflegt.

Idee: Der Ernst-Reuter-Platz nimmt die ausgegrabenen Pflanzen auf

Bislang war der neue Standort noch unklar. Am Dienstag gab ihn Tita Giese im WZ-Gespräch preis. Es soll der Ernst-Reuter-Platz werden, wo Berliner Allee, Hüttenstraße und Adersstraße zusammenkommen. (Siehe Bild 2)

Giese schwärmt von diesem Ort, nicht weil er schön, sondern weil er hässlich ist. Sie sagt: „Der Standort ist ein absoluter No-Name-Platz. Die Straßen sind dort wie Spinnen. Für mich ist es die beste Stelle in der Stadt.“

Giese erhielt das Okay für den Standort von Verkehrsdezernent Stephan Keller, nachdem Oberbürgermeister Dirk Elbers seine Zustimmung erteilt hatte.

Alle Pflanzen von der Berliner Allee kommen im April dorthin, allerdings in einer neuen Formation. Damit es bunter wird, werden auch Clematis gesetzt.

Tita Giese beschreibt ihr Vorgehen sehr genau: „Die große Straßeninsel auf dem Reuter-Platz und die beiden Inseln auf der Karl-Rudolf-Straße werden mit halbhohem Bambus, mit Sachalinknöterich, Schilf und blühenden Pflanzen besetzt. Über ihnen ragen hoher Bambus, Palmen und vorhandene Bäume empor.“

Vor dem Parkplatz denkt sie auch an Farn, Christrosen, Drachenschwänze, tränende Herzen, Balsaminen und Alpenveilchen. Auf den Streifen neben den Straßenbahnschienen kommt Zwergbambus, auf den breiteren Streifen Essigbäume.

Die politischen Gremien begrüßen die Entscheidung, einen offiziellen Beschluss gibt es jedoch noch nicht.

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