Hausarzt Dirk Boerner erklärt, was die Kopfschmerzen der Narren lindert.

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Dirk Boerner ist Hausarzt in Unterbilk. Gegen Kater empfiehlt er unter anderem einen Spaziergang an der frischen Luft.

Dirk Boerner ist Hausarzt in Unterbilk. Gegen Kater empfiehlt er unter anderem einen Spaziergang an der frischen Luft.

Michel Winde

Dirk Boerner ist Hausarzt in Unterbilk. Gegen Kater empfiehlt er unter anderem einen Spaziergang an der frischen Luft.

Düsseldorf. Klar, am besten wäre es, auf das Trinken von Alkohol zu verzichten, sagt Dr. Dirk Boerner, Hausarzt in Unterbilk. Das wird für die meisten Jecken an den Karnevalstagen aber wohl nicht in Frage kommen. Immerhin: Es gibt ein paar Tricks, mit denen dem allgemeinen Unwohlsein nach dem Feiern Abhilfe geschaffen werden. Wirksam sind dabei fast nur Hausmittel und kaum Medikamente. Aber: „Ein Allheilmittel gibt es nicht“, sagt Boerner.

Er empfiehlt: Schon während des Trinkens vorbeugen. Um den überdurchschnittlich hohen Flüssigkeitsverlust, den Alkohol verursacht, zu kompensieren, sollte zwischendurch regelmäßig Wasser getrunken werden. Auch Kalorienbomben sind ausnahmsweise hier einmal hilfreich. Wer beim Feierns Chips oder Salzstangen knabbert, nimmt Elektrolyte zu sich, die durch das übermäßige Ausscheiden von Flüssigkeit verloren gehen, erklärt Boerner. Ebenso Magnesium-, Kalium- und Natriumtabletten schaffen einen Elektrolyteausgleich. Die Pizza um Mitternacht sollte stattdessen besser weggelassen werden. Denn die liegt am nächsten Morgen nur schwer im Magen. Wer vorm Schlafengehen eine Kopfschmerztablette schluckt und viel Wasser trinkt, macht viel richtig.

Beim Essen sollte auf die innere Stimme gehört werden

Zum Frühstück gibt’s Tee, Espresso, Joghurt und Hering. Vor dem Unwohlsein am Morgen ist man natürlich nicht gefeit. Gegen Kopfschmerzen und Übelkeit hilft Verschiedenes: Kamillentee und Joghurt beruhigen den Magen, das Vitamin C einer gepressten Zitrone im Tee entgiftet die Leber, das Koffein eines Espressos reduziert die Kopfschmerzen. Auch der berühmte Hering hilft. Boerner: „Saure Lebensmittel sind generell gut. Insgesamt sollte das Frühstück jedoch eher kleiner gehalten werden.“

Wichtiger als Ratschläge sei jedoch die innere Stimme. „Wer Appetit hat, soll essen.“ Wer auf die Tablette gegen die Katerkopfschmerzen verzichten will, hat eine andere Möglichkeit: Durch das Einreiben der Schläfen mit Pfefferminzöl oder Tiger-Balsam ziehen sich die Gefäße zusammen, die Kopfschmerzen lassen langsam nach. Ein Spaziergang tut das Übrige: Die frische Luft hilft, den Alkohol abzubauen und bringt den Kreislauf wieder in Schwung.

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