Ändern wird sich nur das Theater-Publikum.

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Amélie Niermeyer, Intendantin Schauspielhaus.

Amélie Niermeyer, Intendantin Schauspielhaus.

Bernd Schaller

Amélie Niermeyer, Intendantin Schauspielhaus.

Düsseldorf. Ich stelle mir vor, ich säße in zehn Jahren auf dem neu gestalteten Gustaf-Gründgens-Platz unter Bäumen in einem Café und sehe den Menschen zu, wie sie ins Theater strömen. Viele junge Leute darunter, Menschen anderer kultureller Herkunft, aber auch ältere Zuschauer, die ungewöhnlich agil wirken.

Man spürt die Vorfreude auf ein Ereignis. Ein digitales Laufband verkündet, dass heute Abend Schillers "Kabale und Liebe" gespielt wird, und plötzlich erinnere ich mich an Andreas Kriegenburgs spielerisch-poetische Inszenierung aus meiner Intendanz 2009, allerdings nur ganz kurz, denn das Theater ist eine aktuelle Kunst.

Aber selbst wenn es sich in seinen Ästhetiken, Inhalten, Erzähl- und Spielweisen verändert, so wird es doch weiterhin Geschichten erzählen von Menschen, ihren Katastrophen und Träumen. Es wird darin die Fragen der Welt beleuchten. "Wie leben wir und wie wollen wir leben?" Im Mittelpunkt des Theaters werden wie seit seinen Anfängen die Schauspieler stehen, die diese Konflikte sinnlich zum Leben erwecken.

Amélie Niermeyer, Schauspielhaus

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