Polizei und Rheinbahn bereiten sich auf den Ansturm der Kunden vor. Weniger Baustellen machen Einzelhandel optimistisch.

Düsseldorf. Eine Bombe, die unkontrolliert im Gepäckbus mitten auf der Schadowstraße deponiert wird - dieser Gedanke war der Rheinbahn offensichtlich nicht geheuer, so wurde der Service zur Zwischenlagerung von Einkaufstüten am Mittwoch ohne weiteren Kommentar kurzfristig abgesagt.

Auch die Polizei reagiert auf die Terrorwarnung und verstärkt ihre Präsenz in der Innenstadt stärker, als sie das ohnehin in dieser Zeit tut. Massive Bewaffnung wie am Flughafen werde es allerdings nicht geben. Zu weiteren Details wollte sich Polizeisprecher André Hartwich aber am Mittwoch nicht äußern.

Er erinnerte aber daran, wieso die Polizei schon seit langem vor Weihnachten in der Innenstadt präsent ist - auch in Zivil: weil verstärkt Taschendiebe unterwegs sind. Hartwich: "Wichtig ist deshalb vor allem, Wertgegenstände direkt am Körper zu tragen."

Wie in den Vorjahren wird es an den Wochenenden deutsch-niederländische Streifen geben, als Ansprechpartner für die zahlreichen Einkaufstouristen aus Benelux. Darüber hinaus wird die Polizei auch zu Pferde unterwegs sein. Zu ihren Aufgaben wird auch gehören, ein Auge auf Passanten zu haben, die vielleicht einen Glühwein zu viel getrunken haben oder sich daneben benehmen.

Der Einzelhandel rät den Kunden, samstags früh zu kommen

Wie berichtet, weitet die Rheinbahn ihren Service an den kommenden Wochenenden deutlich aus. Dazu gibt es wieder das Weihnachtsmarkt-Ticket für elf Euro, das neben einer Hin- und Rückfahrt auch Gutscheine beinhaltet, etwa für einen Glühwein oder Kakao. Die Polizei empfiehlt allen Gästen, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen: Parkplätze werden rar sein, wer verkehrsbehindernd parkt, muss damit rechnen, abgeschleppt zu werden.

Beeinflussen die Terrorwarnungen Ihr Verhalten? Stören Sie die Baustellen? Wie gefällt Ihnen das Angebot? Diskutieren können Sie am Donnerstag, 13-14 Uhr, bei WZ mobil am Rathaus. Fax: 8382-2238, Mail: redaktion.duesseldorf@westdeutsche-zeitung.de

Die Einzelhändler blicken den kommenden Wochen mit Optimismus entgegen, sie rechnen mit einem Umsatz von 807 Millionen Euro im Weihnachtsgeschäft. Das wären 2,5 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die gute Nachricht für die Kunden ist, dass sich die Baustellensituation entspannt hat, zum Beispiel in der Theodor-Körner- oder der Schadowstraße. Laut Torsten Kruse vom City-Ring merken die Einzelhändler das schon jetzt an steigenden Kundenzahlen.

Noch einmal vor Weihnachten werden die Läden am 12. Dezember sonntags öffnen (14 bis 20 Uhr). Dann und an den Samstagen wird es in vielen Geschäften sicher eng werden. Dirck Henckel, Vorsitzender des Einzelhandelsverbandes, hat beobachtet, dass die Kunden immer später kommen, und rät: "Wer schon morgens da ist, kauft entspannter ein."

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