Erste Filiale wurde an der heutigen Bolkerstraße eröffnet.

Ein Bild vom Kaiser’s Kaffee-Geschäft an der Bolkerstraße 34 in der Altstadt. Die Aufnahme entstand um 1920.
Ein Bild vom Kaiser’s Kaffee-Geschäft an der Bolkerstraße 34 in der Altstadt. Die Aufnahme entstand um 1920.

Ein Bild vom Kaiser’s Kaffee-Geschäft an der Bolkerstraße 34 in der Altstadt. Die Aufnahme entstand um 1920.

Das Tengelmann-Geschäft an der Friedrichstraße 79 wurde bei einem Luftangriff 1942 völlig zerstört, rechts daneben ein Nordsee-Laden.

Stadtarchiv, Bild 1 von 2

Ein Bild vom Kaiser’s Kaffee-Geschäft an der Bolkerstraße 34 in der Altstadt. Die Aufnahme entstand um 1920.

Düsseldorf. Der Name Tengelmann ist derzeit in aller Munde. Was aber kaum jemand weiß: Das Unternehmen hat auch eine Düsseldorfer Geschichte.

Gegründet wurde es 1893 in Mülheim als „Kaffee-Import-Gesellschaft Emil Tengelmann“. Wobei der Name in die Irre führt, denn die Gründerfamilie heißt eigentlich Schmitz-Scholl. Der Namensgeber fungiert als Prokurist in dem Unternehmen, das noch im Gründungsjahr seine erste Filiale eröffnet – und zwar in Düsseldorf. Genau genommen an der Communicationsstraße in der Altstadt, also dem Richtung Heinrich-Heine-Allee gelegenen Teil der heutigen Bolkerstraße. Es die erste von mehr als 500 Filialen, die laut der Internet-Enzyklopädie Wikipedia bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges im Deutschen Reich gegründet werden.

Geführt wird das Unternehmen von zwei Brüdern, Wilhelm und Karl Schmitz-Scholl – Söhne eines Mülheimer Kolonialwarenhändlers. Ihre Wege trennen sich Anfang des 20. Jahrhunderts, Wilhelm scheidet aus der Geschäftsführung und gründet 1906 in Düsseldorf die Rheinische Zuckerwarenfabrik, in der Süßwaren für die Tengelmann-Filialen hergestellt werden. Nach einem Bericht der WAZ aus dem Jahr 2009 verlegt Wilhelm Schmitz-Scholl auch seinen Wohnsitz nach Düsseldorf. Er stirbt 1927.

Tengelmann-Filialen gehören seither auch in Düsseldorf fest zum Stadtbild. Im Stadtarchiv gibt es etwa noch Fotos, die eine bei einem Luftangriff 1942 völlig zerstörte Filiale an der Friedrichstraße 79 zeigen.

Nach der Übernahme der Viersener „Kaiser’s Kaffee Geschäft AG“ durch Tengelmann im Jahr 1971 behalten die jeweiligen Geschäfte zunächst ihren alten Markennamen. 1996 werden dann aber alle Tengelmann-Läden in Nordrhein-Westfalen auf Kaiser’s umgeflaggt (während es in Bayern umgekehrt passiert).

Heute gibt es in Düsseldorf noch 22 offene Kaiser’s-Geschäfte. Ein neuer hätte in Kürze an der Oberkasseler Straße öffnen sollen. Er steht nun ebenso zum Verkauf wie die anderen Läden.

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