Damit Projekte schneller realisiert werden können, will die Verwaltung künftig auf Prototypen von Gebäuden setzen.

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Mit bester Laune präsentierten am Freitag die Benrather Grundschüler Oberbürgermeister Dirk Elbers die neuen OGS-Räume an der Einsiedelstraße.

Mit bester Laune präsentierten am Freitag die Benrather Grundschüler Oberbürgermeister Dirk Elbers die neuen OGS-Räume an der Einsiedelstraße.

Bernd Schaller

Mit bester Laune präsentierten am Freitag die Benrather Grundschüler Oberbürgermeister Dirk Elbers die neuen OGS-Räume an der Einsiedelstraße.

Düsseldorf. Mit insgesamt 640 Millionen Euro sollen bis zum Jahr 2020 exakt 175 Schulen saniert sein - so sieht es der Masterplan Schulen vor. Aber die Warteliste ist noch lang. "Wir können nicht alle Schulen gleichzeitig sanieren", sagt Oberbürgermeister Dirk Elbers und dämpft damit Hoffnungen jener, die auf eine flotte Modernisierung oder einen baldigen Ausbau hoffen.

Doch bald geht der Ausbau vielleicht zügiger: "Wir suchen nach methodischen Ansätzen, um das noch schneller zu machen", erklärt Baudezernent Gregor Bonin. So könnten künftig beispielsweise Hallen für den Schulsport nach einem bereits vorhandenen Prototypen erneut hochgezogen werden. Bonin: "Wir überlegen, ob wir manche Gebäude zweimal bauen können."

Oder womöglich noch häufiger. Ein Vorteil: Ausschreibungen für die entsprechende Architektur, die gesamten Wettbewerbe könnten somit gespart werden. Das bringt Zeit und Geld. Und eine Standardisierung beispielsweise vornehmlich funktionaler Gebäude ist laut Bonin kein Makel. "Wir müssen nicht alles neu erfinden."

In Verbindung mit diesem neuen Modell wurde am Freitag von der Verwaltungsspitze ein theoretischer Standort angesprochen: eine Sporthalle in Wittlaer. Der Oberbürgermeister und der Beigeordnete waren nach Benrath an die Grundschule Einsiedelstraße gekommen, um sich über den jüngsten Ausbau einer Offenen Ganztagsgrundschule zu informieren. "Ein Paradebeispiel" für das Engagement der Stadt nannte Elbers das Zwei-Millionen-Euro-Projekt. "Dass wir das hier noch so können, ist ein großes Glück."

Gleichwohl stammt das Geld für den Ausbau und die Sanierung der Schulen mit jährlich 35 Millionen nicht nur aus der städtischen Schatulle und Landesfördermitteln. 37,5 Millionen kommen aus dem Konjunkturpaket II.

Konjunkturpaket und Masterplan: Die Projekte in diesem Jahr

Vom Masterplan profitieren auch die Gymnasien. Neben "dem Rückert" ist dies das Schloss-Gymnasium: Für die Sanierung der naturwissenschaftlichen Räume gibt es 500000Euro. Eine Investition in die Schüler. 108 Jungen und Mädchen wurden angemeldet. 2009 waren es zur selben Zeit nur 71. Der "Run" auf Gymnasien ist ungebrochen.

Auf einen Blick: Hülshoff-Gymnasium (140 Anmeldungen/115 Schüler in 2009), Cecilien (90/114), Comenius (144/154), Rückert (82/87), Gymn. Gerresheim (94/101), Geschwister-Scholl (108/102), Goethe (130/130), Görres (96/92), Humboldt (192/209), Gymnasium Koblenzer Str. (103/119), Leibniz (94/103), Lessing (79/99), Luisen (61/59), Marie-Curie (141/130), Max-Planck (116/119).

Der Masterplan sieht etliche Hochbaumaßnahmen in diesem Jahr vor: Größte Posten sind das neue Domizil der Realschule In der Lohe an der Ottweiler Straße (3,6 Millionen Euro), die Gesamtsanierung der VHS an der Franklinstraße (2 Mio.), die Sanierung und die Erweiterung des Berufkollegs Bachstraße (2,5 Mio.), die Sanierung der Turnhalle an der Hulda-Pankok-Realschule (1,15 Mio.), der Erweiterungsbau für den offenen Ganztag an der Gerhard-Tersteegen-Grundschule (746 000) sowie die Sanierung der Sporthalle und die Einrichtung einer Mensa an Rückert-Gymnasium (knapp 1,3 Mio.). Hinzu kommen etliche Sanierungen belasteter und undichter Gebäude an etlichen weiteren Schulen und zahlreiche Planungen für künftige Maßnahmen.

Weniger kostenintensiv werden die Außenarbeiten am neuen Garten der Grundschule Einsiedelstraße sein. Aber der Oberbürgermeister ist in der Pflicht: "Ich habe den Kindern eine Grundwasserpumpe versprochen."

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