Die Teilsperrung der Schadowstraße soll den Verkehr entlasten – viele Autofahrer sehen die Schilder aber zu spät und fahren weiter.

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Gerhard Reeg beobachtet täglich aus den Fenstern seines Geschäfts, dass viele Autofahrer das neue Verbot missachten und, wie hier im Bild zu sehen, trotzdem in Richtung Berliner Allee fahren.

Gerhard Reeg beobachtet täglich aus den Fenstern seines Geschäfts, dass viele Autofahrer das neue Verbot missachten und, wie hier im Bild zu sehen, trotzdem in Richtung Berliner Allee fahren.

Sergej Lepke

Gerhard Reeg beobachtet täglich aus den Fenstern seines Geschäfts, dass viele Autofahrer das neue Verbot missachten und, wie hier im Bild zu sehen, trotzdem in Richtung Berliner Allee fahren.

Düsseldorf. Noch vor zwei Wochen versank die Schadowstraße im Verkehrschaos, Bahnen wie Autos steckten fest, an ein Durchkommen war nicht zu denken. Seit einer Woche versperrt nun ein gelber Bauzaun Autofahrern den Weg, die vom Wehrhahn kommend auf der Schadowstraße in Richtung Berliner Allee fahren wollen, ein Schild weist darauf hin, dass dieser Straßenabschnitt ab sofort nur noch von Straßenbahnen genutzt werden darf – eine Reaktion der Stadt. Diese Sperrung soll den Straßenabschnitt mit Rücksicht auf das anstehende Weihnachtsgeschäft entlasten und vor allem Straßenbahnen ein Durchkommen ermöglichen.

Autofahrer sehen das Schild erst, wenn sie kurz vor Sperrung stehen

Und die Neuregelung scheint Wirkung zu zeigen – am Wochenende war die Verkehrslage auf der Einkaufsstraße entspannt, nur vereinzelt kam es zu Stockungen. Und dennoch waren Autos zu sehen, die in Richtung Berliner Allee fuhren, die Sperrung missachteten, sich am gelben Sperrzaun vorbeiquetschten. „So geht es hier seit einer Woche täglich zu“, sagt Gerhard Reeg, Inhaber des Geschäftes „Megadent“. Aus den Schaufenstern seines Ladenlokals kann er die Straße beobachten, sieht, wie viele versuchen, noch in letzter Sekunde zu wenden und einen Ausweg suchen. Als letzte Alternative bleiben vielen die Bleichstraße, deren Einmündung kurz vor der Sperrung liegt. „Dort staut sich dann der gesamte Verkehr, der sonst über die Schadowstraße gefahren wäre“, kritisiert der Geschäftsmann.

Dass viele erst in letzter Sekunde auf das Verbotsschild aufmerksam werden, liegt jedoch nicht ausschließlich an der Unachtsamkeit einiger Autofahrer – vor der eigentlichen Sperrung fehlt ein Hinweis auf die Durchfahrtssperre. Wer aus der Liesegangstraße links auf die Schadowstraße abbiegen möchte, sieht gar immer noch den blauen Richtungspfeil, der auf die Möglichkeit des Straßenwechsels verweist. „Die Beschilderung ist unzureichend“, sagt Reeg, der die generelle Idee der Teilsperrung eigentlich begrüßt.

Der Polizei hingegen liegen keine Hinweise auf eine vermehrte Missachtung des neuen Verbots vor, wie Polizeisprecherin Susanna Heusgen am Sonntag gegenüber unserer Zeitung erklärte. Explizit kontrolliert werde die Stelle zur Zeit nicht. „Wir sehen keinen Grund, der hier einen Kontrollschwerpunkt rechtfertigen würde“, sagt Heusgen, zur Zeit müssten die regulären Streifen durchs Stadtgebiet reichen.

Wird ein Autofahrer beim Missachten des neuen Verbotes ertappt, wird sein Portemonnaie im Rahmen eines Verwarnungsgeldes um 15 Euro erleichtert, sagt Polizeisprecherin Susanna Heusgen.

© WhatsBroadcast

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