Nach einem brutalen Angriff am Düsseldorfer S-Bahnhof Eller-Mitte sitzt der festgenommene Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Dem 20 Jahre alten Intensivtäter werde versuchter Totschlag vorgeworfen.

Am S-Bahnhof Eller-Süd kam es zu der ersten Attacke.  Archiv
Am S-Bahnhof Eller-Süd kam es zu der ersten Attacke. Archiv

Am S-Bahnhof Eller-Süd kam es zu der ersten Attacke. Archiv

Schaller

Am S-Bahnhof Eller-Süd kam es zu der ersten Attacke. Archiv

Düsseldorf. Innerhalb von zehn Minuten wurden in der Nacht zum Dienstag in Eller zwei Männer zusammengeschlagen und zum Teil lebensbedrohlich verletzt. Zunächst deutete viel darauf hin, dass eine marodierende Gruppe durch den Stadtteil zog, die wahllos Passanten attackierte. Es wurde die Mordkommission „Gumbert“ eingerichtet. Inzwischen ist es fraglich, ob die beiden Vorfälle tatsächlich miteinander zu tun haben. Am Dienstag wurde ein 20-Jähriger festgenommen, der als Intensivtäter bekannt ist.

Nur 500 Meter auseinander liegen die beiden S-Bahnhöfe Eller-Mitte und Eller-Süd. Zunächst flogen um 23.35 Uhr in Eller-Süd die Fäuste. Dort waren zwei Männer (26 und 36 Jahre alt) zusammen mit einer 31-Jährigen in Richtung Haigerweg unterwegs. Die sollen ohne jede Vorwarnung aus einer Gruppe von fünf bis sechs Männern angegriffen worden sein. Dem 36-Jährigen wurde brutal vor den Kopf getreten. Er musste mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. Die Angreifer flüchteten in Richtung Gumbertstraße.

Nur zehn Minuten später kam es am S-Bahnhof Eller-Mitte zu der zweiten Attacke. Auch hier wurde eine Gruppe von acht bis zehn jungen Männern von Zeugen beobachtet. Wie sich herausstellte, war es aber in dem Fall nicht – wie zunächst angenommen – ein willkürlicher Angriff.

31-jähriges Opfer ist noch nicht vernehmungsfähig

Wie ein Augenzeuge der Polizei berichtete, hatte er den Streit beobachtet. Auf dem Bahnsteig habe es zunächst eine Auseinandersetzung mit dem späteren Opfer gegeben. Da er beide Parteien persönlich kenne, habe er versucht zu schlichten. Im weiteren Verlauf habe der Geschädigte einen Schlagstock hervorgeholt, sei aber dann von dem Täter niedergeschlagen worden. Unmittelbar danach habe der 20-Jährige den am Boden liegenden Mann gegen den Kopf getreten, den Schlagstock ergriffen und damit auf den Hinterkopf des 31-Jährigen eingeschlagen.

Der 20-Jährige, der keinen festen Wohnsitz hat, aber als Intensivtäter bekannt ist, konnte am Dienstagabend von der „MK Gumbert“ festgenommen werden. Völlig unklar ist der Anlass der Auseinandersetzung. Wie Polizeisprecherin Anja Kynast erklärte, wolle der 20-Jährige keine Aussage machen. Und das Opfer hat so schwere Kopfverletzungen erlitten, dass es noch nicht vernommen werden kann.

Darum ist auch im Moment weiter unklar, ob es sich bei den Begleitpersonen um die gleichen Gruppen handelt oder ob die beiden Vorfälle nichts miteinander zu tun haben.

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