Manche Institute bieten die sichere Überweisung gratis, die Sparkassen aber nicht.

Das Lesegerät macht die Online-Überweisung sicherer. Bei der Sparkasse kostet es 9,90 Euro plus Versand.
Das Lesegerät macht die Online-Überweisung sicherer. Bei der Sparkasse kostet es 9,90 Euro plus Versand.

Das Lesegerät macht die Online-Überweisung sicherer. Bei der Sparkasse kostet es 9,90 Euro plus Versand.

dpa

Das Lesegerät macht die Online-Überweisung sicherer. Bei der Sparkasse kostet es 9,90 Euro plus Versand.

Düsseldorf. Viele Privatkunden ärgern sich über die Gebühren der Banken: Dispozinsen sind ein Beispiel, bei den Automatengebühren für Fremdkunden mussten die Geldinstitute immerhin jüngst zurückrudern. Nun kommen auf viele Online-Kunden in Düsseldorf weitere Kosten hinzu: für die Umstellung auf neue Tan-Verfahren. Kritik kommt von Verbraucherschützern.

Die Banken versprechen sich von den neuen Verfahren mehr Sicherheit vor Online-Kriminalität. Zwar ist die Umstellung nicht vorgeschrieben und es gibt auch unterschiedliche Verfahren (siehe Kasten). Die meisten Banken gehen aber ähnliche Wege. Unterschiede gibt es dagegen bei den Kosten, die auf die Kunden zukommen. Schlechte Karten haben nicht zuletzt die Kunden von Kreis- und Stadtsparkasse.

Verbraucherschützer raten, Preise zu vergleichen und zu wechseln

Die Kreissparkasse (KSK) hat bereits umgestellt, die Stadtsparkassen (SSK) folgen gerade. Am Jahresende wird das bisherige Verfahren mit der Tan-Liste gesperrt, von da an gibt es nur noch die beiden neuen: Die Tans kommen per SMS, was jedes Mal neun Cent (SSK) oder zehnt Cent (KSK) kostet. Die Alternative: Man besorgt sich ein Lesegerät, das einem Taschenrechner ähnelt, für 9,90 Euro plus Versand.

Niemand kann sagen, wie lange man das Gerät dann nutzt. Im günstigen Fall einige Jahre – sollte es nicht vorher von einer neuen Technik abgelöst werden.

Markus Feck von der Verbraucherzentrale in Düsseldorf findet die Kostenpolitik „mehr als unglücklich“. Damit gehe die Erhöhung der Sicherheit auf Kosten der Kunden. Er rät den Sparkassenkunden deshalb, sich nach Alternativen umzusehen: „Nur so können die Kunden Druck auf die Bank ausüben.“

Michaela Anders hat genau das vor: „Ich zahle schon genug Gebühren für das Girokonto“, sagt die Sparkassenkundin. Weitere Kosten wolle sie nicht hinnehmen. Andere sehen das lockerer: Eine junge Dame vor der Filiale Friedrichstraße ist Neukundin und bekommt ihre Tans per SMS: „Die Sparkasse hat viele Filialen und die neun Cent tun mir nicht weh.“

Bei anderen Banken kommen die Kunden günstiger weg. Die ING Diba etwa verlangt für die Tan-SMS keine Gebühren, Volksbank und die Targo-Bank bislang auch nicht, letztere jedoch nur „bis auf weiteres“. Bei der Deutschen Bank können sich die Kunden zudem weiter für das bisherige System der kostenfreien Tan-Liste entscheiden, Tans per SMS sind aber kostenpflichtig.

Die Stadtsparkasse begründet ihre Kostenpolitik damit, dass jede Dienstleistung Aufwand erfordere, der bezahlt werden muss. Allerdings gilt das nicht für Premium-Kunden: Wer das teure Online-Konto bezieht, für den sind Tan-Gerät und SMS gratis.

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