Feuerwehr rückte zu 95 Einsätzen aus. Zahlreiche Bäume stürzten um, der Wildpark bleibt heute noch geschlossen.

Gestern früh um 11 Uhr sollte das Riesenrad am Rhein wieder seine Runden drehen. Doch um 11.05 Uhr stoppte das Team die Fahrt der 42 Gondeln auf dem Burgplatz. Nicht unbedingt aus Sicherheitsgründen, wie Sprecher Bernd Holzrichter erklärt, aber: „Die Böen waren zu stark. Es macht keinen Spaß, wenn es wackelt, da fühlt sich keiner wohl.“ Ob das Riesenrad heute laufen wird, entscheidet sich erst kurzfristig. Am Sonntag, 7 bis 20 Uhr, ist jedenfalls der letzte Tag.

Schon früh am Morgen, gegen 5.30 Uhr, musste die Feuerwehr am Mittwoch ausrücken, als zeitgleich acht Brandmeldeanlagen Alarm schlugen – das Unwetter hatte den Alarm ausgelöst, die Feuerwehr konnte also zumindest hier Entwarnung geben. Genug zu tun, etwa 95 Einsätze, hatte die Wehr aber trotzdem, denn u.a. hatten die Kollegen aus Ratingen-Lintorf um Hilfe gebeten, nachdem dort ein Baum auf ein Haus gefallen war und mittels Rüstwagen und Kran gesichert und entfernt werden musste.

In Angermund kam es zu einem Hochwassereinsatz an der Anger, die den Pegel von über 1,53 Metern überschritten hatte, es drohte eine Überschwemmung des umliegenden Gebietes. Die Feuerwehr schuf mit Hilfe eines Radlagers eine Entlastungsöffnung und konnte auf diese Weise das drohende Unheil rechtzeitig abwenden.

Förmlich ausgepustet hatte der Sturm mehrere hundert Gasleuchten, schuld an dem überdurchschnittlichen Ausfall waren starke Windböen. Nach Auskunft der Stadtwerke sollen die Laternen bis Ende der Woche wieder ordnungsgemäß funktionieren. Auch auf den Verkehr wirkte sich das Unwetter aus: Der Rheinalleetunnel musste nach Signalstörung Mittwochmittag gesperrt werden, wurde jedoch am frühen Nachmittag wieder freigegeben.

Zahlreiche Bäume im Stadtgebiet wurden entwurzelt, unter anderem am Spee’schen Graben sowie im Ost- und im Schlosspark und auf Friedhöfen. An Bäumen auf der Königsallee brachen zahlreiche Äste. In der Kleingartenanlage am Stadionweg wurde eine Laube von einem herabstürzenden Ast beschädigt.

Heute noch geschlossen bleibt der Wildpark, wo Zäune und auch einige Bäume vom Sturm stark beschädigt wurden. Nach Auskunft der Stadt nehmen die Reparaturarbeiten noch Zeit in Anspruch. AV

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