Am Rand der Heine-Uni liegt ein Studentendorf mit Fußballmannschaft und viel Teamgeist.

Düsseldorf. Es gibt einige Studentenwohnheime in Düsseldorf, aber nur einen Campus-Süd. Das kleine Studentendorf, am südlichen Rand der Universität gelegen, hat Charme. Man kennt sich, Anonymität wie in anderen Wohnheimen ist für die Bewohner des Campus Süd ein Fremdwort.

"Der Zusammenhalt ist groß, schon beim Einzug kennt man das ganze Haus", sagt Jurastudentin Nicole (22). Die Identifikation der Bewohner mit ihrem Wohnheim ist enorm. Viele tragen eigene Campus-Süd T-Shirts (Motiv: ihr Wohnheim unter Palmen), und wenn bei den Spielen der Uni-Fußballliga das Campus-Team antritt, feuert stets der Fanclub "Campus-Süd Ultras" lautstark an.

Berühmt sind die Partys des Wohnheims, von denen man entweder über Mundpropaganda oder die eigene Studi-VZ Seite erfährt. Alle Bewohner sind ohnehin eingeladen. Wenn in den Wohngemeinschaften dann kein Platz mehr ist, wird auch schon einmal im Treppenhaus weiter gefeiert. Feucht-fröhlich, aber friedlich.

Auch sonst ist in den vier Häusern des Campus-Süd immer etwas los, und dabei haben die Studenten die Qual der Wahl: "Gehen wir heute zum Spieleabend nebenan oder auf den Filmabend in der ersten Etage?" Wem das noch nicht reicht - im Sommer wird eigentlich ständig auf den Campus-Wiesen gegrillt, gesonnt, gefeiert. Das Highlight im Winter ist dagegen der Campus-Adventskalender. In den Fenstern der Wohngemeinschaften hängen dann die Zahlen von eins bis 24, so dass jeder schon von weitem sehen kann, in welcher WG es heute Glühwein für alle gibt.

Studenten, die Stille suchen, werden in anderen Wohnheimen glücklicher

Studenten, die auf der Suche nach Einsamkeit und Stille sind, werden vielleicht in den anderen Wohnheimen glücklicher. "Keiner wird gezwungen, mitzumachen, aber wer in den Campus-Süd zieht, sollte wissen, worauf er sich einlässt", sagt Nicole.

Hier kennt man immer einen, der mehr weiß. Welch Glück und wie praktisch! Student Andreas Jentsch (25): "Hat man Probleme mit dem Computer, geht man mal eben zum Informatiker rüber und wer sich beim Sport verletzt hat, marschiert einfach mal schnell zum Medizinstudenten von nebenan." Man kennt sich, man hilft sich. Genau darin sieht Andreas auch den eigentlichen Sinn eines Studentenwohnheims.

© WhatsBroadcast

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