Autofahrer wollte 30-Jährigen zur Rede stellen. Er erlitt ein Schädelhirntrauma.

Düsseldorf. Die meisten Autofahrer werden die Situation kennen: In zweiter Reihe wartet der Fahrer, bis ein Wagen aus der Parklücke hinausgefahren ist. Er will gerade in die Lücke einbiegen, da kommt ihm ein anderer zuvor. Ärgerlich für die meisten. Für andere ein Grund auszusteigen und zum Fahrer des Wagens zu gehen und ihn zur Rede zu stellen. So machte es am 17. Oktober vergangenen Jahres auch ein Düsseldorfer, der dafür mit einem Schädelhirntraume bezahlte. Sein 30-Jähriger Kontrahent reagierte auf die Ansprache mit mehreren Faustschlägen gegen den Kopf. Jetzt muss er 2000 Euro an das Opfer zahlen. Das hatte das Schmerzensgeld zivilrechtlich eingeklagt.

Gegen 16 Uhr hatte der Autofahrer an der Heerstraße gewartet, um vorwärts in die Parklücke zu fahren. Der 30-jährige Daniel T. kam mit seinem Auto aus der entgegengesetzten Richtung, als er die gerade freigewordene Lücke sah und hineinfuhr. Als der Fahrer sich an seinem Fenster beschwerte, dass ihm der Platz doch gar nicht zustehe, stieg er aus und schlug den Mann auf den Kopf. Obwohl der zu Boden fiel, ließ der 30-Jährige nicht von ihm ab und schlug mehrfach zu. Ein Passant ging dazwischen.

Zunächst hatte Daniel T. behauptet, er sei von dem Kläger am Kragen gepackt worden. Daraufhin habe er sich nur gewehrt. Zeugen konnten diese Version jedoch widerlegen. Gegen Daniel T. wurde ein Strafverfahren eingeleitet, das jedoch gegen Auflage vorläufig eingestellt wurde. Der 30-Jährige muss 500 Euro an den Geschädigten zahlen.

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