Das Institut für Internationale Kommunikation unterstützt zwei Stipendiatinnen aus Südafrika und Neuseeland.

Die beiden Lehrer vom IIK, Udo Tellmann (li.) und Achim Kehlenbach, scherzen mit Karien Joubert und Henrietta Bollinger (re.), den Stipendiaten aus Südafrika, die zu Besuch in Düsseldorf weilten.
Die beiden Lehrer vom IIK, Udo Tellmann (li.) und Achim Kehlenbach, scherzen mit Karien Joubert und Henrietta Bollinger (re.), den Stipendiaten aus Südafrika, die zu Besuch in Düsseldorf weilten.

Die beiden Lehrer vom IIK, Udo Tellmann (li.) und Achim Kehlenbach, scherzen mit Karien Joubert und Henrietta Bollinger (re.), den Stipendiaten aus Südafrika, die zu Besuch in Düsseldorf weilten.

Sergej Lepke

Die beiden Lehrer vom IIK, Udo Tellmann (li.) und Achim Kehlenbach, scherzen mit Karien Joubert und Henrietta Bollinger (re.), den Stipendiaten aus Südafrika, die zu Besuch in Düsseldorf weilten.

Düsseldorf. Karien Joubert aus Südafrika und Henrietta Bollinger aus Neuseeland sind besondere Studentinnen. Wegen ihrer körperlichen Beeinträchtigungen sind sie nämlich auf einen Rollstuhl angewiesen.

Und das stellt auch für das Institut für Internationale Kommunikation (IIK) eine Besonderheit dar. Mit Karien und Henrietta wurden in den vergangenen sechs Wochen die ersten Austauschstudentinnen mit einer Behinderung im IIK aufgenommen.

Karien und Henrietta machten viele positive Erfahrungen in Düsseldorf

Die beiden jungen Frauen sind sehr dankbar für die Aufnahme an der Bildungseinrichtung trotz mancher Probleme. In den vergangenen eineinhalb Monaten aber haben sie in Düsseldorf insgesamt gute Erfahrungen gemacht. „Überall waren die Menschen spontan hilfsbereit. Das galt für das Personal des Instituts genauso wie für fremde Menschen in der Öffentlichkeit“, resümiert Karien Joubert.

Für sie recht hilfreich war die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel. Henrietta Bollinger lobt die behindertengerechten Reisemöglichkeiten der Deutschen Bahn, mit der sie auch Köln, Berlin, Potsdam, Frankfurt, Göttingen und Hamburg besucht hat. „Die Fahrten mit der Straßenbahn hier in Düsseldorf sind aber etwas schwerer zu bewältigen. Deshalb nehme ich lieber den Bus“, sagt Karien.

Durch die positiven Eindrücke in den letzten Wochen haben die beiden Austauschstudentinnen Selbstvertrauen gewonnen. „Wenn die Leute so freundlich und hilfsbereit sind wie hier, dann findet man sich als behinderter Mensch in einem fremden Land gleich besser zurecht“, sagt Henrietta begeistert.

„In meiner Heimat Südafrika gelten die Deutschen als kalt. Doch dieses Klischee ist schlicht falsch.“

Karien Joubert, Stipendiatin

Das Institut für Internationale Kommunikation ist eine hochschulnahe Einrichtung, die Fremdsprachenkurse für ausländische Studierende anbietet. Durch seinen umfassenden Service für Hochschulen und Unternehmen hat sich das IIK weltweit einen Namen gemacht.

Tel.: 0211/ 56 622-0, E-Mail: info@iik-duesseldorf.de

Von der Lebensqualität und den Sehenswürdigkeiten in Düsseldorf sind die Stipendiatinnen beeindruckt. Die Parks, die Altstadt mit der Verbindung zum Rhein und vor allem das Schauspielhaus wurden von ihnen gerne besucht.

Die Planung und Umsetzung von Ausflügen ist für Menschen mit Behinderungen dennoch schwierig, da die Betroffenen nicht wissen, ob oder wie sie dort ohne fremde Hilfe hingelangen können. Daher empfehlen Karien und Henrietta dem IIK die Einrichtung einer Stelle, die Studierende mit Behinderungen unterstützt.

„In meinem Heimatland Südafrika gelten die Deutschen als kalt. Dieses Klischee ist aber schlicht nicht wahr“, sagt Karien. „Gerade durch die Offenheit und Hilfsbereitschaft im Umgang mit Menschen mit Behinderungen habe ich ein gutes Bild von den Leuten hier.“

Beide können sich gut vorstellen, nach Deutschland zurückzukehren

Jetzt kehren beide zurück in ihre Heimatländer, um dort ihr Studium fortzusetzen. Henrietta wird in Neuseeland in diesem Jahr ihren Bachelor-Abschluss in den Fächern Deutsch und Soziologie absolvieren. Danach möchte sie gerne Schriftstellerin werden. Karien strebt ebenso den Bachelor in Deutsch, Geschichte und Africans an. Einen expliziten Berufswunsch hat sie noch nicht.

Durch die vielen positiven Erfahrungen, die sie gemacht haben, können sich Karien Joubert und Henrietta Bollinger auf jeden Fall vorstellen, irgendwann einmal nach Deutschland zurückzukehren. Und dann auch nach Düsseldorf.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer