57-Jährige erschien gestern nicht zu ihrem Prozess und wird per Haftbefehl gesucht.

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Es war ein tragischer Unfall am 11. Juni vor zwei Jahren. Ein Rennradfahrer hatte auf der Bismarckstraße einen 67-jährigen Fußgänger angefahren und so schwer verletzt, dass der Mann noch am gleichen Abend im Krankenhaus starb. Während die Rettungssanitäter um das Keben des Schwerverletzten kämpften, wurde er auch noch bestohlen. Eine Zeugin griff sich das Handy des Opfers und steckte es ein. Gestern sollte sich die 57-Jährige wegen des Diebstahls vor dem Amtsgericht verantworten.

Schwere Kopfverletzungen hatte der Fußgänger bei dem Unfall erlitten, er blutete stark. Während der Erstversorgung durch die Rettungskräfte fiel das Handy des 67-Jährigen aus seiner Tasche. Die Angeklagte soll sofort zugegriffen haben. Allerdings hatte eine Zeugin die Frau dabei beobachtet und verfolgte 57-Jährige. „Ich habe ihr gesagt, das geht doch nicht. Man kann doch jetzt nicht einmal mehr die Angehörigen des Manns erreichen“, berichtete die Frau gestern.

Strafverfahren gegen den Radfahrer wurde eingestellt

Als die Angeklagte feststellte, dass der Diebstahl entdeckt wurde, gab sie das Mobiltelefon zurück und behauptete, sie habe es mit ihrem eigenen verwechselt. Gestern erschien sie nicht zum Prozess. Die Richterin erließ daraufhin gegen sie einen Haftbefehl.

Das Strafverfahren gegen den Rennradfahrer wurde inzwischen eingestellt. Der Elektromeister (57) musste 200 Arbeitsstunden leisten und eine Geldauflage von 180 Euro zahlen.

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