Auf dem Burgplatz demonstrierten am Dienstag rund 1000 Schüler, Eltern und Lehrer des Comenius-Gymnasiums gegen die Raumnot an ihrer Schule.
Auf dem Burgplatz demonstrierten am Dienstag rund 1000 Schüler, Eltern und Lehrer des Comenius-Gymnasiums gegen die Raumnot an ihrer Schule.

Auf dem Burgplatz demonstrierten am Dienstag rund 1000 Schüler, Eltern und Lehrer des Comenius-Gymnasiums gegen die Raumnot an ihrer Schule.

Sergej Lepke

Auf dem Burgplatz demonstrierten am Dienstag rund 1000 Schüler, Eltern und Lehrer des Comenius-Gymnasiums gegen die Raumnot an ihrer Schule.

Düsseldorf. Hat es so etwas in Düsseldorf schon einmal gegeben? Rund 1000 Schüler, Eltern und Lehrer des Comenius-Gymnasiums versammelten sich am Dienstagvormittag auf dem Burgplatz und demonstrierten gegen die Raumnot an ihrer Schule. Dort hatte man kurzerhand einen Projekttag zum Thema "politische Teilhabe" ausgerufen, um die Protestaktion während der Schulzeit möglich zu machen. Im Schulministerium ist man offenbar gar nicht erfreut.

Die Vorgeschichte: Auf dem Comenius-Gelände stehen schon seit Jahren Container, weil Räume fehlen. In diesem Schuljahr musste das Gymnasium auf städtische Weisung hin erstmals gar fünf Klassenzüge aufnehmen. Schon mehrmals haben deshalb Eltern und Lehrer sich bei der Stadt beschwert: Für den Mehraufwand müssten bauliche Veränderungen kommen. Doch die hat es bislang nicht gegeben.

Auf dem Burgplatz machten die Teilnehmer am Dienstag ihrem Ärger Luft. Valeria Liebermann von der Schulpflegschaft fasste die Situation zusammen: „Es fehlen Fachräume, wir können die Aula nicht nutzen, weil dort eine Mensa eingerichtet wird. Die Container, die als Unterrichtsräume dienten, haben keinen Schallschutz und keine Wärmedämmung.“

Der Protest ist aber nicht nur in eigener Sache, Liebermann spricht von ähnlichen Problemen an sehr vielen Grundschulen und Gymnasien. Jahrelang sei zu wenig für die Schulen getan worden: „Es kann nicht sein, dass die Schuldenfreiheit auf dem Rücken der Schüler festgezurrt wird.“

Derweil sammelten Schüler Unterschriften und beteiligten sich mit vielen Transparenten an der Kundgebung: „Jeder hat Träume, unsere sind Räume“ trug Sebastian Knothe (15) auf der Brust. Für ihn war es am Dienstag die erste Demonstration, er erzählte von überfüllten Fluren, wo Schüler sich auf die Füße treten, und von einem Chemieraum für fast 1000 Schüler.

Unterschiedliche Meinungen gibt es aber offenbar über den rechtlichen Rahmen. Die Bezirksregierung versuchte nach WZ-Informationen, die Demo zu untersagen. Die Düsseldorfer Elternschaft (EDS) stellte sich demonstrativ hinter die Aktion..

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