Düsseldorf spielte beim Auftritt des Vizekanzlers nur eine Nebenrolle – selbst bei den hiesigen Abgeordneten Müller und Kortmann.

Karin Kortmann, Frank-Walter Steinmeier (Mitte) und Michael Müller am Freitag am Johannes-Rau-Platz.
Karin Kortmann, Frank-Walter Steinmeier (Mitte) und Michael Müller am Freitag am Johannes-Rau-Platz.

Karin Kortmann, Frank-Walter Steinmeier (Mitte) und Michael Müller am Freitag am Johannes-Rau-Platz.

Stefan Arend

Karin Kortmann, Frank-Walter Steinmeier (Mitte) und Michael Müller am Freitag am Johannes-Rau-Platz.

Düsseldorf. Fragen hätte Fadi Plücken Frank-Walter Steinmeier gern ein paar gestellt. Was ist mit Mindestlohn, wo ist das SPD-Profil geblieben, und wann geht’s raus aus Afghanistan? Ein Fragestündchen war der Auftritt des Vizekanzlers und Außenministers freilich nicht. So musste der Mann, der erst seit drei Wochen Parteimitglied ist, mit den markigen Worten Steinmeiers vorlieb nehmen.

Die hatten für die geschätzt 1.500 Zuschauer auf dem Johannes-Rau-Platz durchaus etwas tröstendes. "Jetzt müssen wir nur noch Düsseldorf holen", donnerte Steinmeier im Schröderschen Sprachduktus und mit Blick auf die Erfolge der Genossen in Köln, Bielefeld und Essen bei der Kommunalwahl am 30. August. Das war es im Wesentlichen an lokalen Inhalten. Dass die SPD in der Landeshauptstadt desaströs abgeschnitten hatte, spielt im Bundestagswahlkampf keine Rolle.

So hielten es auch die beiden Düsseldorfer Bundestagsabgeordneten Michael Müller und Karin Kortmann, immerhin Parteichefin in Düsseldorf, die vor Steinmeiers Auftritt das Vorprogramm bestritten. Routiniert kickten sie bei einer Art Podiumsdiskussion die Wahlkampf-Bälle Richtung Tor, die ihnen Moderator Andreas Krebs auf den Elfmeterpunkt gelegt hatte: Entwicklungspolitik für Kortmann und Umweltschutz für Müller. Immerhin ein thematisches Heimspiel beim Auswärtsspiel von Frank-Walter Steinmeier, den Genossen-Tröster.

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