Die Stadtwerke baten zur Geburtstagsfeier: Viele Düsseldorfer kamen, um das neue Kraftwerk anzusehen.

Die Stadtwerke baten zur Geburtstagsfeier: Viele Düsseldorfer kamen, um das neue Kraftwerk anzusehen.
Marion Wimmer und Klaus Weißenfeld schauen aus dem „Stadtfenster“ des Kraftwerks Lausward.

Marion Wimmer und Klaus Weißenfeld schauen aus dem „Stadtfenster“ des Kraftwerks Lausward.

Das neue Gas-Kraftwerk der Stadtwerke auf der Lausward erstrahlt in knalligem Grün. Am Sonntag wurde das 150-jährige Bestehen der Werke mit einem Fest begangen.

Melanie Zanin, Bild 1 von 2

Marion Wimmer und Klaus Weißenfeld schauen aus dem „Stadtfenster“ des Kraftwerks Lausward.

Düsseldorf. Im ansonsten schmucklosen Hafengebiet Auf der Lausward wurde es Sonntag einmal bunt. Anlässlich des 150-jährigen Bestehens der Stadtwerke Düsseldorf lud das Versorgungsunternehmen Jung und Alt aufs Kraftwerksgelände. Neben Bühnen-Unterhaltung, Karussells und Imbissbuden gab es auch ganz besondere Attraktionen rund um Geschichte und Gegenwart der Strom-, Wasser- und Wärmeversorgung der Stadt.

Besonders liebevoll und informativ: ein kleines Geschichts-Zelt mit alten Zeichnungen und Fotos, anhand derer sich die vergangenen 150 Jahre in Düsseldorf nachvollziehen lassen. Pressesprecher und Stadtwerke-Historiker Michael Pützhofen hat die Zeitreise zusammengestellt und mit Erklär-Texten versehen.

Die Zeitreise beginnt 1866 an der Luisenstraße, wo damals die erste Düsseldorfer Gasfabrik entstand. Bereits 1870 ging es mit der modernen Trinkwasserversorgung weiter, wie sie noch heute besteht - mit einem Hochbehälter Auf der Haardt in Gerresheim. 1891 entstand das Elektrizitätswerk am Höherweg, wo sich die so genannte Licht-Zentrale befand. „Damals ging es vorrangig um die Versorgung mit Licht“, erklärt Pützhofen.

„Wir wollten uns die Zeitreise ansehen, aber es waren zu lange Schlangen davor“, sagt Besucherin Marion Wimmer, die immerhin ein freies Plätzchen am so genannten „Stadtfenster“ auf 45 Metern Höhe direkt am neuen Turbinen-Abgasrohr ergattern konnte. Immer nur in 20er-Gruppen geht es geführt von einem Kraftswerks-Mitarbeiter mit dem Fahrstuhl hoch hinauf in den hellen Raum mit Blick über Düsseldorf und den Rhein. An dieser Stätte der sauberen Energie kann man ironischerweise bis zum schmuddeligen Braunkohlewerk Frimmersdorf gucken.

„Ich arbeite hier“, sagt derweil Wimmers Begleiter Klaus Weißenfeld. Er habe seiner Freundin mal alles zeigen wollen. „Ein ganz, ganz gelungenes Projekt“, sagt der seit vielen Jahren für die Stadtwerke tätige Turbinenschlosser über das neue Kraftwerk.

Experimente mit den Physikanten und Zeitreisen im Zelt

Gesorgt ist für Groß und Klein. So kommt auch die vierköpfige Familie Roters auf ihre Kosten. Ziemlich gut gefalle ihr das alles, sagt die kleine Marlene. „Cool waren die Experimente auf der Bühne mit den Physikanten“, schwärmt das Mädchen. „Die sind voll lustig.“ Unterdessen konnten sich die Eltern an der Zeitreise erfreuen. Das Zelt sei nur ein wenig dunkel gewesen, so dass man nicht alles so gut habe erkennen können.

Ein Geburtstagsgeschenk haben die Stadtwerke übrigens allen Düsseldorfern gemacht: Seit dem Wochenende wird der neue Kraftwerksblock in den Abendstunden grün illuminiert. So ist er auch von der Rheinuferpromenade aus gut zu sehen – ein echter neuer Blickfang.

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