Kosten für das normale Girokonto steigen im April um 25 Prozent. 2013 hat das Institut kräftig Gewinn gemacht.

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In der Zentrale der Stadtsparkasse fiel jetzt der Beschluss, die Kontoführungsgebühren im April zu erhöhen. Archiv

In der Zentrale der Stadtsparkasse fiel jetzt der Beschluss, die Kontoführungsgebühren im April zu erhöhen. Archiv

dpa

In der Zentrale der Stadtsparkasse fiel jetzt der Beschluss, die Kontoführungsgebühren im April zu erhöhen. Archiv

Düsseldorf. Seit Jahren tobt auf dem Markt für private Girokonten ein Preiskampf. Direktbanken, aber auch Schwergewichte wie Commerz- oder Postbank bieten kostenlose Konten (unter bestimmten Bedingungen, siehe Grafik) an. Doch der Marktführer Stadtsparkasse bleibt hartnäckig bei Kontoführungsgebühren. „Was nichts kostet, ist auch nichts wert. Für die Leistung, die wir bringen, muss es auch einen Gegenwert geben. Nur so können wir gute Produkte anbieten“, sagt Stadtsparkassenchef Arndt Hallmann im WZ-Interview. Und jetzt werden die Gebühren für das gängige „Vorteilskonto plus“ zum 1. April auch noch erhöht – um satte 25 Prozent von 5,20 auf 6,50 Euro im Monat.

Kaum Kunden verlassen die Stadtsparkasse

„Gerne verkünden wir unseren Kunden das nicht, aber wir halten die Erhöhung für absolut vertretbar, zumal die Entgelte seit zehn Jahren unverändert sind“, sagt Stadtsparkassensprecher Gerd Meyer. Die Girokonten verursachten Kosten und „besonders jene für die EDV-Verwaltung haben kräftig angezogen“. Die Stadtsparkasse habe im Übrigen nicht viele Kunden an die Konkurrenz verloren, auch das kostenlose Online-Konto bei der Stadtsparkasse selbst werde nicht sehr stark nachgefragt.

Brisant wirkt die Erhöhung der Kontogebühren vor dem Hintergrund, dass Hallmann im Interview zudem sagt, dass das Institut „ein gutes Jahr“ hinter sich hat. Insider erwarten nach dem schwachen Ergebnis 2012 nun einen Gewinn im hohen zweistelligen Millionenbereich.

Dieses Geld werde allerdings an anderer Stelle gebraucht, da die Banken durch das Regelwerk Basel III gezwungen sind, mehr Eigenkapital bereitzuhalten. Hallmann: „Wir haben nun einen wesentlichen Schritt gemacht, diese Eigenkapitallücke zu schließen.“ Etwa 200 bis 240 Millionen Euro mehr muss das Institut in den nächsten Jahren ansparen. Das könnte auch dazu führen, dass die Stadtsparkasse die vom Kämmerer eingeplante Millionenausschüttung nicht leisten kann.

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