5000 Menschen finden Arbeit im Neubau von Vodafone an der Stadtautobahn in Heerdt.

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Auf der Industriebrache des Gatzweiler-Geländes will Vodafone seine Verwaltung bauen. (Animation: Vodafone)

Auf der Industriebrache des Gatzweiler-Geländes will Vodafone seine Verwaltung bauen. (Animation: Vodafone)

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Auf der Industriebrache des Gatzweiler-Geländes will Vodafone seine Verwaltung bauen. (Animation: Vodafone)

Düsseldorf. Heerdt wird 2010 zur Großbaustelle. Auf dem ehemaligen Gatzweiler Gelände zwischen Brüsseler Straße (Stadtautobahn), Viersener und Neuwerker Straße steht die neue Verwaltungs-Zentrale von Vodafone Deutschland kurz vor Baubeginn.

Über zehn Jahre lang hatte das Gelände der Bierbrauerei brach gelegen. Das Planungsamt ließ es unter dem damaligen Oberbürgermeister Joachim Erwin entwickeln. Den städtebaulichen Wettbewerb gewann 2002 das Düsseldorfer Architekturbüro HPP, ohne zu wissen, wer der neue Eigentümer sein wird. Seit 2006 ist der Bebauungsplan rechtskräftig.

Als im März letzten Jahres Vodafone als neuer Eigentümer die Bauvoranfrage einreichte, wurden die Pläne des Mobilfunk-Konzerns im Rathaus Oberkassel begrüßt. Denn 5000Arbeitsplätze machen aus Heerdt einen neuen, florierenden Büro-Standort. In der Wirtschaftskrise ist dies ein gutes Zeichen.

Vodafone-Turm wird die neue Landmarke an der Brüsseler Straße

Am 22. Oktober ging bei der Stadtverwaltung der Bauantrag ein, er wird in wenigen Wochen im Planungsausschuss und im Rathaus Oberkassel abgesegnet. Das genaue Datum des Baubeginns und des ersten Spatenstichs stehen noch nicht fest.

Die neue Landmarke wird der elliptische Vodafone-Turm an der Prinzenallee/Brüsseler Straße mit 19 Stockwerken sein, er ist mit einer Höhe von 75 Metern geplant. Im Windschatten der Stadtautobahn entstehen drei Büroriegel, die ein Dreieck bilden. Zwei dieser Scheiben werden siebengeschossig sein und zwei aufgesetzte Staffelgeschosse haben. Der dritte Riegel, zur Wohnbebauung an der Neuwerker Straße hin, wird lediglich sechsgeschossig sein. In die neue Büro-Landschaft werden eine Kinderkrippe und kleine Läden integriert.

Zum linksrheinischen Stadtbezirk gehören die Stadtteile Oberkassel, Heerdt, Lörick und Niederkassel. Hier leben 39 534 Menschen.

Bezirksverwaltungsstelle Luegallee 65, Telefon 89-93010.

Einzug hält 2012 die komplette Verwaltung vom Seestern. Die Büros am Mannesmannufer werden dann frei. Die Dienstleister des Mutterkonzerns, die Steuerabteilung, die Internet-Entwickler der gesamten Firma ziehen um. Das Gebäude am Rhein ist längst an die Landesregierung verkauft, Vodafone sitzt dort nur noch als Mieter. 2012 sollen der Komplex in Heerdt fertiggestellt und der Bau abgenommen sein.

Der Standort von Vodafone in Ratingen bleibt bestehen, trotzdem werden auch Kollegen von dort nach Düsseldorf übersiedeln. In Ratingen arbeiten derzeit die Bereichsabteilung West und das Call-Center.

Wo gearbeitet wird, sind auch Parkplätze notwendig. Ein Parkhaus am Verkehrsknoten Heerdter Dreieck, mit einer Zufahrt direkt aus dem Rheinallee-Tunnel über eine Rampe, nimmt 1571Autos auf. Es ist siebenstöckig geplant. In einer eingeschossigen Tiefgarage unter dem Gesamtkomplex kommen 447 Autos unter. Auf dem Gelände selbst ist an einen Parkplatz mit 238Stellflächen gedacht.

Ein Großrestaurant in fünf Pavillons mit 1300 Sitzplätzen und einer "Eventfläche" als Freifläche auf dem Campus für bis zu 2500Festgäste sind gleichfalls vorgesehen. Bei Großereignissen können die Wasserfontänen zurückgefahren und stattdessen Festzelte aufgestellt werden. Erstmals wird zur Eröffnung auf dem Gelände gefeiert.

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