In diesem Jahr wird an der Koblenzer Straße ein neuer Jugendclub gebaut. Außerdem wird der Sonnenplatz im Hauptzentrum verschönert.

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Der Sonnenplatz vor dem Anne-Frank-Haus wird von den Kindern, die dort ihren Nachmittag verbringen, gern als Frei- und Spielgelände genutzt. In diesem Jahr soll er schöner und attraktiver werden.

Der Sonnenplatz vor dem Anne-Frank-Haus wird von den Kindern, die dort ihren Nachmittag verbringen, gern als Frei- und Spielgelände genutzt. In diesem Jahr soll er schöner und attraktiver werden.

Stefan Arend

Der Sonnenplatz vor dem Anne-Frank-Haus wird von den Kindern, die dort ihren Nachmittag verbringen, gern als Frei- und Spielgelände genutzt. In diesem Jahr soll er schöner und attraktiver werden.

Düsseldorf. "Ich bin froh, dass wir die großen Projekte hinter uns oder zumindest auf den Weg gebracht haben", sagt Klaus Mauersberger (CDU), Bezirksvorsteher im Stadtbezirk 10. Alle Schulen sind saniert, die Sportanlagen auf Vordermann gebracht und das Hauptzentrum neu gestaltet. Nur noch der Umbau des Sonnenplatzes vor dem Anne-Frank-Haus steht aus - er wird im Frühjahr in Angriff genommen. "Dann ist aber die evangelische Kirche in der Pflicht, auch ihrerseits für den Erhalt des Gemeindezentrums zu sorgen", sagt er.

Nicht unbedingt schon 2010, auf jeden Fall aber in den nächsten Jahren stehen in Garath und Hellerhof einige Veränderungen an. Denn den Kirchen geht das Geld aus, es wird laut über den Verkauf von Gottes- und Gemeindehäusern nachgedacht. In Hellerhof steht das katholische Gemeindehaus an der Carlo-Schmid-Straße zur Disposition, in Garath wieder einmal die evangelische Hoffnungskirche und nun auch das Anne-Frank-Haus. "Wir müssen jedes Jahr 100000Euro einsparen, werden uns mittelfristig von zwei Immobilien trennen müssen", sagt Corinna Clasen, Pfarrerin und Vorsitzende des Presbyteriums. Fest stehe noch nichts, derzeit würde über unterschiedliche Denkmodelle diskutiert.Für Mauersberger bieten vielfältige Kooperationen einen Ausweg aus der Finanzmisere. Ein Beispiel, wie man zum Verkauf stehende Gebäude für die Allgemeinheit retten kann, sei das Mehrgenerationenhaus Hell-Ga, das Teile der Hoffnungskirche angemietet hat. Zwar bezieht auch Hell-Ga öffentliche Zuschüsse, muss seine Projekte aber selbst finanzieren. So entstehen Angebote, für die die Bürger gerne ihren Obolus entrichten wie Kinderbetreuung oder Musikunterricht. Mittlerweile ist auch das Untergeschoss im ehemaligen Kindergartentrakt ausgebaut, es soll unter anderem in Kooperation mit einer Tanzschule genutzt werden. Bis Ende Februar sind auch Terrasse und Garten fertiggestellt. Jetzt sollen Café und Küche erweitert werden. "Wir suchen dafür eine Fachkraft, die uns dabei unterstützen kann", sagt Sabine Kopka vom Vorstand des Mehrgenerationenhauses. Angst vor einem Verkauf der Hoffnungskirche hat sie nicht: "Unser Mietvertrag läuft noch zwölf Jahre", sagt sie.

Jugendclub und Mehrfachturnhalle konkurrieren um denselben Platz

Ähnliche Modelle könne sich Mauersberger auch für das Anne-Frank-Haus vorstellen. "Wichtig ist, dass das Angebot erhalten bleibt, wer am Ende der Träger ist, ist fast egal", sagt er. In dem Gemeindezentrum werde hervorragende Jugendarbeit geleistet - es ist Anlaufstelle für die offene Ganztagsschule, dort gibt es Hausaufgabenhilfen, spezifische Jungen- und Mädchenarbeit und ein vielfältiges Ferienprogramm.

Gute Jugendarbeit wird auch im Jugendclub an der Lüderitzstraße geleistet. Als Ersatz für den in die Jahre gekommenen Pavillon soll er dieses Jahr für drei Millionen Euro einen Neubau bekommen. Unklar ist noch wo genau. Die Verwaltung würde gerne am alten Standort bauen, die Bezirksvertretung 10 auf der Brache auf der anderen Seite der Koblenzer Straße, weil dort mittelfristig auch eine Skateranlage hinkommen soll. Anderseits könnte dort ein Neubau des Jugendclubs die geplante Dreifach-Turnhalle für das Gymnasium und die Realschule Koblenzer Straße gefährden. Sie könnte ab 2012 gebaut werden - wenn es zu keinen weiteren Steuereinbrüchen kommt.

Die bisherige Sporthalle jedenfalls stößt durch den Ganztagsbetrieb, den das Gymnasium Koblenzer Straße seit Beginn des Schuljahres anbietet, an ihre Grenzen. Nach den Sommerferien will auch die Theodor-Litt-Realschule in den Ganztagsbetrieb einsteigen - dann wird es richtig eng. Von einer neuen Halle würde zudem auch der Garather Sportverein profitieren: Er könnte in den Abendstunden weitere Sportkurse anbieten.

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