Nach WZ-Bericht soll die Sicherheitslücke schnell behoben werden.

Düsseldorf. Für große Aufregung im Rathaus sorgte unser gestriger Bericht über die nicht funktionierende Notrufanlage im Oberkasseler Rheinalleetunnel. Verkehrsdezernent Werner Leonhardt erfuhr erst aus der WZ, dass die Notrufanlage zurzeit weder bei der Feuerwehr noch bei der Verkehrsleitzentrale aufgeschaltet ist. Im Notfall wären alle Anrufe ins Leere gegangen. Ob diese Panne zu Konsequenzen führen werde, wollte er am Montag nicht sagen. Er habe einen Bericht angefordet, "den will ich erstmal abwarten."

Andrea Blome, Leiterin des Amtes für Verkehrsmanagement, ist derweil um Schadensbegrenzung bemüht. Zum einen weisen seit Montag Schilder an den Notrufapparaten darauf hin, dass diese nicht funktionieren. Zum anderen wurde der Zeitplan geändert: Eigentlich sollte die erneuerte Notrufanlage erst im Laufe des Jahres in Betrieb gehen.

Wie die WZ berichtete, werden die Notrufe künftig nicht mehr nur bei der Feuerwehr, sondern gleichzeitig auch bei der Verkehrsleitzentrale der Stadt auflaufen. "Das ziehen wir jetzt vor. Ich hoffe, dass wir die Umrüstung in den nächsten zwei bis drei Wochen hinbekommen", sagte Blome gestern. Und sie räumte ein: "Natürlich ist das eine peinliche Panne. Wir sind aus allen Wolken gefallen."

Bei der Ursachenforschung sind die Experten indes nicht weitergekommen. Blome: "Es handelt sich um einen technischen Defekt. Im Dezember mussten wir im Zuge der Sanierungsarbeiten eine Weile den regulären Strom abschalten, die technischen Systeme wurden mit einem Notstromaggregat versorgt. Möglicherweise ist das Notrufsystem damals nicht wieder richtig hochgefahren worden. Aber mit Sicherheit kann man das jetzt nicht mehr sagen."

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