Auch in Stadtteilzentren soll es ein flächendeckendes Angebot geben.

Service
Ein neuer Internet-Bluespot der Firma Wall auf der Schadowstraße.

Ein neuer Internet-Bluespot der Firma Wall auf der Schadowstraße.

Sergej Lepke

Ein neuer Internet-Bluespot der Firma Wall auf der Schadowstraße.

Düsseldorf. Düsseldorf will den nächsten großen Schritt in Richtung digitales Zeitalter gehen. Die Stadt arbeitet daran, in der Innenstadt sowie in einigen Stadtteilzentren flächendeckend kostenfreies W-Lan anzubieten. Das gibt es im öffentlichen Straßenraum bislang nur an 14 Hotspots der Wall AG, so genannten Bluespots. Dieses Angebot soll nun von einem bislang noch gesuchten Anbieter ausgebaut werden.

Zum zweiten Mal tagte jetzt der „Runde Tisch W-Lan“, den der Verein Digitale Stadt Düsseldorf initiiert hat. Vorstandsvorsitzender dort ist Vodafone-Manager Stephan Schneider, sein Stellvertreter der städtische Beigeordnete Andreas Meyer-Falcke. Außerdem sitzen etwa ein Rechtsexperte sowie Vertreter von Wall AG, Telekommunikationsunternehmen, Stadtwerken, Messe und Flughafen mit am Tisch. Auch ein Sprecher des Hauptbahnhofs soll noch eingeladen werden, der zurzeit wie der Airport für den Zeitraum von 30 Minuten Gratis-Internet anbietet. Zwar wird sich an diesen beiden Verkehrsknotenpunkten wohl nichts ändern: „Die Erfahrungswerte dort sind allerdings sehr wichtig für uns“, sagt Ralf Schillberg, Leiter der Geschäftsstelle Digitale Stadt Düsseldorf. Denn auch wenn er davon ausgeht, dass es im nächsten Jahr freies, flächendeckendes W-Lan in der City und einigen Stadtteilzentren geben wird, ist noch offen, wie das umgesetzt werden soll.

Eine Entscheidung gibt es wohl im Januar

Bei der dritten Sitzung des Runden Tischs im Januar stehen die Lösungsvorschläge von drei bis vier möglichen Anbietern auf der Tagesordnung. „Relativ bald danach werden wir dann wohl ein Ergebnis präsentieren können“, sagt Schillberg.

Der wichtigste technische Fallstrick: die im deutschen Recht verankerte „Störerhaftung“. Aus der leitet sich ab, dass ein W-Lan-Anbieter haftet, wenn über sein Netzwerk eine Straftat verübt wird, also etwa bei einem illegalen Download das Urheberrecht verletzt wird. Die Stadt drängt deshalb darauf, dass ein Telekommunikationsunternehmen als Anbieter auftritt, da ein solches im Online-Recht durch bestimmte Privilegien geschützt ist. In der Bundespolitik gibt es zudem Bestrebungen, diese nun auch für Hotels, Cafés, Flughäfen oder eine Kommune durchzusetzen.

Technisch ermöglicht würde dieses gigantische, drahtlose Netzwerk laut Schillberg wahrscheinlich mit Hilfe von hunderten, ja tausenden Sendern, die gleichzeitig Zugangspunkte wären. Angebracht würden sie etwa an Fassaden von Geschäftshäusern. Jeder einzelne dieser „Wireless Access Points“ hätte eine Reichweite von etwa 100 Metern. Um das Angebot nutzen zu können, wäre dann wohl eine einmalige Registrierung erforderlich. Wer sich erneut anmelden will, müsste nur noch seine Zugangsdaten eingeben.

Leserkommentare (1)


() Registrierte Nutzer