Bei Kontakt mit Eichenprozessionsspinner kann es zu allergischen Reaktionen kommen.

Eichenprozessionsspinner
Die Raupe eines Eichenprozessionsspinners auf einem Eichenstamm.

Die Raupe eines Eichenprozessionsspinners auf einem Eichenstamm.

Patrick Pleul

Die Raupe eines Eichenprozessionsspinners auf einem Eichenstamm.

Düsseldorf.  Vor kurzem sind die Raupen des Eichenprozessionsspinners, eines Nachtfalters, geschlüpft. Weil der Kontakt mit den Haaren der Raupe beim Menschen zu Hautausschlägen, Bindehautentzündungen sowie zu Asthma-ähnlichen Reaktionen führen kann, hat die Stadt Vorkehrungen getroffen, ruft aber gleichzeitig die Bevölkerung zur Vorsicht auf. Die Nester der Raupen finden sich fast ausnahmslos in Eichen. Der Kontakt mit den Raupenhaaren, die auch durch den Wind in das Umfeld von besiedelten Bäumen geweht werden, sollte vermieden werden, sagen die Ärzte im Gesundheitsamt. Besonders Kinder, die schnell und gern Raupen anfassen, sollen vor dem Kontakt mit den Haaren der Raupe des Nachtfalters und eventuellen allergischen Reaktionen geschützt werden. Eltern sollten sie vorbeugend auf das Risiko hinweisen.

Die Stadt hat an Schulen, Kindergärten, Jugendeinrichtungen und Kinderspielplätzen den Eichenbestand erfasst. Die Eichen, auf denen die Raupen leben, werden im Zweifelsfall von Experten des Gartenamtes in Augenschein genommen. Treten Nester der Eichenprozessionsspinnerraupen auf, was in der Regel ab Mitte Mai der Fall ist, werden diese entfernt. Das war in den vergangenen Jahren im Schnitt bei 80 Bäumen erforderlich. Für die Beseitigung auf Privatgrundstücken ist der Eigentümer zuständig. Dieser muss einen Schädlingsbekämpfer mit der Entfernung beauftragen und bezahlen. Listen von Firmen gibt es unter Ruf 899 4000 und 892 0999.

Ein paar Tipps, falls man doch mit Raupenhaaren in Kontakt gekommen ist: Nicht kratzen, dadurch dringen die Haare tiefer in die Haut ein; Kleider sofort wechseln; gründlich duschen und den Kopf waschen; bei Augenkontakt sofort den Augenarzt aufsuchen; bei Atemnot: sofort einen Arzt aufsuchen.

Fragen beantwortet das Gesundheitsamt unter Telefon 899 6090.

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