Es geht zuerst zu den Nürnberg IceTigers, am Sonntag kommen die Adler Mannheim. Beide sind noch verlustpunktfrei.

Darryl Boyce, der neue Kapitän der Düsseldorfer EG. Archiv
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Schulz

Darryl Boyce, der neue Kapitän der Düsseldorfer EG. Archiv

Manchmal haben die Aussagen von Tobias Abstreiter fast philosophische Züge. Wenn der Co-Trainer der Düsseldorfer EG über seinen Verein oder den Eishockey-Sport spricht, wird er gern grundsätzlich. Gestern Mittag, bei der wöchentlichen Pressekonferenz der DEG, war das mal wieder der Fall.

Wie das Trainerteam denn auf die individuellen Fehler seiner Mannschaft während des Auftaktwochenendes in der Deutschen Eishockey Liga reagiert hätte, wurde Abstreiter gefragt. Doch anstatt konkret auf die Missgeschicke von Torhüter Mathias Niederberger oder von Abwehrspieler Tim Conboy, die beide zu Gegentoren geführt hatten, einzugehen, sagte Abstreiter: „Es ist ein Spiel von Fehlern. Das Entscheidende ist, dass man die Fehler reduziert oder so gering wie möglich hält.“

Das dürfte vor allem für das anstehende Wochenende gelten, wenn es gegen zwei der stärksten Mannschaften der Liga geht: Morgen (19.30 Uhr/WZ-Liveticker) spielen die Düsseldorfer bei den Nürnberg IceTigers, am Sonntag (17 Uhr/WZ-Liveticker) gastieren die Adler Mannheim im Rather Dome. Beide wollen Meister werden, beide haben dank ihrer Mäzene eine meisterwürdige Truppe beisammen, und beide haben am ersten Liga-Wochenende die Maximalzahl von sechs Punkten eingefahren.

Bei der DEG sah das anders aus, die holte die Hälfte. Der Auftakt ging für das Team von Kapitän Darryl Boyce daheim gegen Augsburg mit 2:4 verloren, danach gab es einen 6:3-Erfolg in Straubing. Eine „gute Reaktion“ sei das gewesen, hat Trainer Mike Pellegrims gestern noch einmal gesagt. Trotz des Ergebnisses sei er auch mit dem ersten Spiel zufrieden gewesen. Weil sein Team die Vorgabe, schnell und aggressiv nach vorne zu spielen, gut umgesetzt habe. Gleich mehrere Großchancen hatte es sich ja erspielt, scheiterte aber zu oft an Augsburgs Torwart Jonathan Boutin. Am Sonntag waren es ähnlich viele gute Möglichkeiten, nur dieses Mal nutzte die DEG sechs davon.

Nun waren Augsburg und Straubing zwei Gegner, mit denen sich die DEG auf Augenhöhe wähnt, Nürnberg und Mannheim sind eine Preisklasse darüber. Wie tritt die DEG dann also auf? Eher defensiv? Oder mit demselben Elan? „Wir bereiten uns vor, wie wir uns auf jeden Gegner vorbereiten“, sagt Pellegrims, der aber „ein paar Sachen anpassen“ will. Gegen Spitzenmannschaften werden Fehler schließlich noch härter bestraft.

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