Borussia Düsseldorf gewinnt die Champions League.

Düsseldorf. Zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte setzte sich Borussia Düsseldorf die Krone der europäischen Tischtennis-Champions-League auf.

Nach dem 2:3 im Final-Hinspiel gegen die TTF Ochsenhausen eine Woche zuvor gelang am Sonntag in der Biberacher Paul-Heckmann-Sporthalle mit dem 3:0 eine beeindruckende Wende zum Guten. "Ich habe selten eine so stark und geschlossen auftretende Borussia-Mannschaft gesehen", sagte Manager Andreas Preuß nach dem zweiten Champions-League-Titel nach 2000.

Eine geschlossene Leistung war vor 2200 Zuschauern auch nötig, denn die Düsseldorfer hatten in den Tagen zuvor um die Fitness ihres Top-Stars Timo Boll bangen müssen, dem der Rücken erneut Probleme machte.

Noch am Freitag hatte der 28-Jährige beim 3:0 im Halbfinal-Hinspiel der Deutschen Tischtennis-Liga (DTTL) beim TTC Fulda, mit dem sich die Borussia dank der besseren Hauptrunden-Platzierung schon vor dem Rückspiel am kommenden Sonntag den Finaleinzug sicherte, unter Schmerzmitteln gespielt. "Ich habe etwas genommen, und es hat gut gewirkt", sagte Boll. Trotzdem habe er am Freitag "natürlich sehr verhalten gespielt", um nicht zu viel zu riskieren. Schließlich sollte ihm zwei Tage später sein persönlicher dritter Triumph in der Königsklasse gelingen.

Trotz des Triumphes feiert die Borussia nur verhalten

Und nachdem Dimitrij Ovtcharov zum Auftakt gleich Ochsenhausens taiwanesischen Spitzenspieler Chuang Chih-Yuan mit 3:1 besiegt hatte, legte Boll mit seinem 3:1 gegen den Rumänen Adrian Crisan nach. Der dritte Nationalspieler im Bunde, Christian Süß, machte mit seinem 3:1 gegen den Portugiesen Tiago Apolonia den Sieg endgültig perfekt. Gefeiert wurde aber nur verhalten - denn nach dem 50. Titel der Vereinsgeschichte soll in der deutschen Meisterschaft die Titelverteidigung gelingen. Wahrscheinlicher Finalgegner dürfte erneut Ochsenhausen sein, die das Halbfinal-Hinspiel gegen den TTC Frickenhausen mit 3:1 sicher gewonnen haben.

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