Der Aufsteiger hält beim Topteam der 2. Liga lange mit, verliert am Ende aber 22:27.

Handball
Alexander Oelze war mit fünf Treffern einer der besten „Wikinger“ beim Auswärtsspiel in Balingen. Archiv

Alexander Oelze war mit fünf Treffern einer der besten „Wikinger“ beim Auswärtsspiel in Balingen. Archiv

Horstmüller

Alexander Oelze war mit fünf Treffern einer der besten „Wikinger“ beim Auswärtsspiel in Balingen. Archiv

Es gibt Spiele, da gehe es nicht zwingend darum, die Punkte mitzunehmen. Da sei eine ordentliche Leistung, aus der seine Mannschaft etwas lernt, bereits genug, um gut gelaunt nach Hause zu fahren. Das hatte Ceven Klatt vor dem Spiel am Samstagabend beim Aufstiegsfavoriten HBW Balingen-Weilstetten gesagt.

Und so war es dann auch. Zwar verlor der von ihm trainierte Handball-Zweitligist HC Rhein Vikings bei den Schwaben mit 22:27 (13:15), konnte anschließend aber erhobenen Hauptes in den Bus steigen. „Ich muss der Mannschaft heute ein riesiges Kompliment für eine richtig gute Leistung machen und dafür, was sie trotz der schwierigen Umstände investiert hat“, sagte Klatt.

Weil der neue Kooperationsverein aus Neuss und Düsseldorfer ohne seine beiden Abwehrchefs Bennet Johnen (Rücken-OP) und Heider Thomas (Muskelprobleme) auskommen musste, ließ Trainer Klatt statt der gewohnten 6:0-Deckung in der 5:1-Variante verteidigen. Und das erfolgreich, vor allem dank des starken Christian Hoße auf der Spitze. Bis zur zehnten Minute hielten die Vikings das Unentschieden (6:6), und auch danach konnte sich der haushohe Favorit um Nationalspieler und Europameister Martin Strobel nicht entscheidend absetzen. Zur Pause führte der Absteiger gegen den Aufsteiger nur mit zwei Treffern (15:13).

Von 14:16 auf 14:20: Acht schwache Minuten entscheiden das Spiel

So durften die Gäste sogar von einer Überraschung träumen – allerdings nur kurz, denn der Start in die zweite Hälfte misslang den Vikings gründlich: Acht Minuten lang wollte den Gästen kein Treffer gelingen, aus dem 14:16 (33.) wurde ein 14:20 (41.), danach war das Spiel mehr oder weniger entschieden. Zwar verkürzten die Vikings noch mal auf 17:21 (44.) und zehn Minuten später sogar auf 21:24 (54.), doch ein Doppelschlag zum 26:21 (58.) brachte den Aufstiegsfavoriten auf die Siegerstraße.

„Leider konnten wir die Ausfälle von Brian Gipperich mit einem Pferdekuss und Felix Handschke mit einer Hüftverletzung, die in der zweiten Hälfte kaum noch spielen konnten, nicht kompensieren. Dennoch können wir viel Positives für die kommenden Aufgaben mitnehmen. Aber auch lernen. Denn auch heute wäre vielleicht sogar ein Punkt drin gewesen“, sagte Trainer Klatt, dessen Team nun mit 2:4 Punkten nach drei Saisonspielen auf Rang 15 steht. Allerdings hat es zwei der schwersten Auswärtsspiele der Saison bereits hinter sich. bes/Red

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