Der Handball-Zweitligist unterliegt beim Letzten mit 26:29

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Vikings-Trainer Ceven Klatt (Archivbild).

Vikings-Trainer Ceven Klatt (Archivbild).

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Vikings-Trainer Ceven Klatt (Archivbild).

Hagen/Düsseldorf. Die Enttäuschung nach der 26:29 (11:15)-Niederlage des HC Rhein Vikings bei Eintracht Hagen war aufseiten der Gäste sehr groß. Die Erklärung für den ausgebliebenen Erfolg in diesem Spiel der 2. Handball-Bundesliga ist allerdings leicht gefunden. „Wenn wir heute die Fehler bei den anderen suchen würden, wäre das falsch“, sagte Geschäftsführer René Witte.

So zeigte die ersatzgeschwächte Mannschaft von Trainer Ceven Klatt eine Abschlussschwäche, die vor allem in der ersten Hälfte dazu führte, dass der insgesamt auch nicht überragende Gastgeber aufgebaut wurde und davonzog. „20 bis 25 Fehlwürfe sind einfach zu viel, wenn man sich so viele Chancen erarbeitet und so viel investiert“, sagte Klatt, der Mitte der zweiten Hälfte bei einem Acht-Tore-Rückstand auch den angeschlagenen Alexander Oelze einwechselte. „Wäre Ali nicht angetreten, hätten wir heute richtig Haue bekommen. Auch wenn ich bei seinem Einsatz gewisse Bauchschmerzen hatte“, sagte der Vikings-Trainer. „Zudem hat die Deckungsumstellung noch mal etwas gebracht. Wir wollten uns nicht ergeben, das haben wir zum Schluss auch noch mal geschafft, näher heranzukommen.“

Doch das war aber auch alles. Würfe aufs leere Tore gingen daneben oder nur an den Pfosten, viele Bälle wurden in der Vorwärtsbewegung verloren, und auch Torhüter Vladimir Bozic bekam kaum eine Hand an den Ball, wurde aber auch nicht ausgewechselt.

„Die Niederlage ist tatsächlich einfach festzumachen. Wir haben viele Chancen und treffen nicht das Tor“, sagte Vikings-Rückraumspieler Daniel Pankofer. „Wir lassen zudem vier Siebenmeter liegen. Dann kommt natürlich noch das Pech dazu, und die Schiedsrichter haben auch noch auf beiden Seiten komisch gepfiffen. Wir sind allerdings selbst schuld, dass wir uns in diese Lage gebracht haben.“

Aus den angepeilten drei Punkten aus den drei vergangenen Spielen ist nichts geworden. Nun müssen die Vikings am kommenden Wochenende gegen Hamm wieder punkten, um nicht komplett aus dem Plansoll zu geraten.
 

„15 Fehlwürfe waren es allein in der ersten Hälfte, davon acht 100Prozentige, die wir nicht zu Toren machen. Dann wird es zu schwer. Wir sind zum Schluss zurückgekommen und haben Moral bewiesen. Aber dann hat uns auch das letzte Quäntchen Glück gefehlt. Wenn wir eins von den drei knappen Spielen gewonnen hätten, wäre alles gut. So steigt der Druck im Spiel am kommenden Wochenende gegen Hamm.“
Daniel Pankofer, Rückraumspieler der Vikings
 
„Vor allem in der ersten Hälfte hatten wir zu viele Fehlwürfe. Ein Sieg gegen Hamm wäre nun hilfreich. Dafür hoffen wir, dass sich die Personalsituation etwas entspannt. Einige Spieler haben unter Schmerzmitteln spielen müssen.“
Ceven Klatt, Trainer der HC Vikings
 
„Es war heute mehr drin, das kann man mit Fug und Recht behaupten. Zwischen der 40 und 50 Minute haben wir ganz schlecht ausgesehen. Insgesamt scheitern wir an unserer Abschlussschwäche. Es sieht jeder, dass wir versuchen müssen, aus dem Kader das Beste herauszuholen. Aber an der Personalnot hat es bei diesem Spiel sicherlich nicht gelegen.“
René Witte, Geschäftsführer der Vikings
 

Bozic, Moldrup (n.e.) (Tor) – Hoße (5/1), Middell, Bahn, Thomas, Klasmann (1), Oelze (6/2), Pankofer (3), Weis, Gipperich (3), Bornemann (n.e.), Aust (4), Artmann, Coric (4).

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