Gegen das favorisierte Balingen gibt es eine deutliche 12:22-Niederlage. Trainer Ceven Klatt spricht von einer Angriffsleistung, die diesmal nicht zweitligatauglich war.

Handball
Angesichts der Offensivschwäche musste auch Abwehrspezialist Heider Thomas im Angriff aushelfen.

Angesichts der Offensivschwäche musste auch Abwehrspezialist Heider Thomas im Angriff aushelfen.

Horstmüller

Angesichts der Offensivschwäche musste auch Abwehrspezialist Heider Thomas im Angriff aushelfen.

Von einem bitteren Rückschlag bei den Bemühungen um den Klassenerhalt am 22. Spieltag in der 2. Handball-Bundesliga zu sprechen, wäre wohl etwas übertrieben. Aber Trainer Ceven Klatt fand nach der deutlichen 12:22 (6:14)-Heimniederlage seines HC Rhein Vikings gegen HBW Balingen-Weilstetten klare Worte: „Das, was wir heute im Angriff gezeigt haben, war mit Ausnahme von Felix Handschke nicht zweitligatauglich. Die Spieler, die Verantwortung übernehmen sollen, haben das heute nicht getan.“ Der Trainer konnte nicht verstehen, warum gerade zu Beginn vor allem erfahrene Akteure so ängstlich agiert haben. „Wir haben vorne insgesamt nicht das umgesetzt, was wir im Training vorbereitet haben“, sagte Klatt, der auch bemerkt hatte, dass nach jedem weiteren Gegentor auch die Überzeugung schwand, dagegen halten zu können.

Vor 1080 Zuschauern im Castello misslang den Hausherren, die auf Abwehrspezialist Miladin Kozlina und Christian Hoße verzichten mussten, gleich der Auftakt gegen den favorisierten Erstliga-Absteiger. Im Angriff lief nichts zusammen, und so konnten die Gäste, bei denen Ex-Nationalspieler Martin Strobel nach Adduktoren-Problemen über weite Strecken wieder auf der Mittelposition Regie führte, mit 2:0 in Führung gehen. Nach einem 2:3-Zwischenstand sorgten jedoch weitere Fehler dafür, dass Balingen-Weilstetten trotz einer erneut starken Vorstellung des Vikings-Torhüters Vladimir Bozic auf 5:2 davonziehen konnte.

Viele technische Fehler und eine hohe Zahl an Fehlwürfen

Die Vikings taten sich gegen die Balinger Defensive um den guten tschechischen Nationaltorhüter Tomas Mrkva unverändert äußerst schwer, während die Gäste ihre Führung Tor um Tor bis auf 8:2 ausbauen konnten (21.). Nach insgesamt weiteren zwölf Minuten ohne eigenen Treffer war es schließlich Christopher Klasmann, der zum 3:8 traf. Über 4:9 und 4:12 ging es nach einer schwachen Vorstellung mit insgesamt sieben technischen Fehlern, zehn Fehlwürfen und trotz insgesamt zehn Minuten in Überzahl schließlich mit einem verdienten 6:14-Pausenrückstand in die Kabine.

Nach fünf Minuten Anlaufzeit läutete Spielmacher Daniel Pankofer mit seinem Treffer zum 7:14 dann nach dem Seitenwechsel die zweite Spielhälfte ein. In dieser konnten die Wikinger mit den Gästen aus Baden-Württemberg zwar zumindest zeitweilig ein wenig besser mithalten, blieben allerdings bis zum Abpfiff ohne reelle Siegchance. So war die sechste Niederlage im elften Heimauftritt über 9:16 (46.) und 9:20 (53.) am Ende mit dem Zehn-Tore-Differenz perfekt.

„Man muss unsere Leistung heute sicherlich differenzieren, denn bei allen Schwächen in der Offensive hat die Mannschaft in der Abwehr einmal mehr gut gearbeitet“, erklärte Klatt. „Das belegen die nur 22 Gegentore gegen so eine offensivstarke Mannschaft wie Balingen. Vikings-Geschäftsführer René Witte ergänzte: „Natürlich haben wir uns das heute ganz anders vorgestellt, aber man darf jetzt auch nicht den Stab über die Mannschaft brechen. Wir müssen die Niederlage analysieren und weiter hart arbeiten. Ich erwarte, dass die Mannschaft am Freitag im Derby gegen TuSEM Essen ein anderes Gesicht und eine Reaktion zeigt.“

Vikings: Bozic, Moldrup (Tor, ab 31.) - Handschke (2/1), Bahn (1), Thomas (3), Klasmann (3/1), Oelze (2), Pankofer (1), Weis, Gipperich, Aust, Artmann, Coric, Johnen, n.e.: Hoße, Kozlina

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