Zweitligist schlägt Rimpar 24:22 und ist kurz vor der Rettung.

Handball
Vikings-Kapitän Bennet Johnen hat sich gelöst und fliegt durch den Kreis.

Vikings-Kapitän Bennet Johnen hat sich gelöst und fliegt durch den Kreis.

Sergej Lepke

Vikings-Kapitän Bennet Johnen hat sich gelöst und fliegt durch den Kreis.

Es gibt Tage, da läuft wenig zusammen. Wie vor zwei Wochen, als die Zweitliga-Handballer des HC Rhein Vikings im heimischen Castello in Reisholz gegen den Abstiegskandidaten aus Aue verloren. Und es gibt Tage, da klappt irgendwann fast alles. Wie am vergangenen Wochenende, als sich der Aufsteiger die verlorenen Punkte wiederholte und 24:22 (10:10) gegen die Wölfe Rimpar gewann – ihres Zeichens Fünfte der 2. Liga.

„Das war heute eine super Leistung von uns. Die Mannschaft hat in der Abwehr stark gearbeitet. Dazu hatte Mikkel Moldrup im Tor wieder einen guten Tag, und vorne war Alexander Oelze überragend. Er hat der Mannschaft in der Offensive Sicherheit gegeben“, sagte Trainer Ceven Klatt, dessen Team nun bereits neun Zähler zwischen sich und die Abstiegszone gebracht hat. Entsprechend zufrieden war auch René Witte, der Sportliche Leiter: „Das war ein ganz großer Kampf der Jungs. Der Sieg bedeutet einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt und ist enorm wichtig für unser Projekt.“

Eben jenes Projekt ist die Kooperation zwischen dem ART Düsseldorf und dem Neusser HV. Und sie scheint sportlich zu fruchten. Passiert an den letzten fünf Spieltagen kein Drama mehr, geht der neue Verein ab Herbst in seine zweite Saison als Zweitligist. Der Sieg am Samstag war bereits der 13. der Saison.

Verschlafener Start: Die Vikings liegen früh mit vier Toren zurück

Dabei erwischten die Vikings vor 815 Zuschauern im Castello keinen guten Start. Früh stand es 0:3 und 1:5. „Wir haben den Anfang ein wenig verschlafen“, fand Oelze, „aber nach zehn Minuten haben wir in der Abwehr einen immer besseren Zugriff bekommen und dann kamen auch die Emotionen. Das war ganz wichtig.“ In Minute 17 hatten die Neuss-Düsseldorfer zum ersten Mal ausgeglichen (5:5). Zwar zogen die Gäste noch mal mit drei Treffern davon, doch bis zur Pause kämpfen sich die Vikings wieder heran und gingen mit einem 10:10 in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel sorgten der bärenstarke Oelze (neun Tore) und Kapitän Bennet Johnen mit zwei Toren in Folge für die erste Führung der Gastgeber (12:10), die gegen den Favoriten schon im Hinspiel überraschend ein 22:22 hatten erkämpfen können. Über 16:13 steigerten sich die Gastgeber auf 19:14. Rimpar nahm eine Auszeit. Und diese fruchtete: Fünf Minuten vor Schluss kamen die Gäste beim 19:21 erstmals wieder auf zwei Tore in Schlagdistanz. Und drei Minuten vor Schluss war die Begegnung plötzlich wieder offen: nur noch 22:21 aus Sicht der Vikings. In der Schlussphase wogte die Begegnung hin und her, bis Thomas Bahn schließlich sechs Sekunden vor Schluss für das 24:22 und damit für ein Happy End der Vikings sorgte.

Vikings: Bozic, Moldrup (Tor) - Bahn (1), Klasmann (2), Oelze (9), Pankofer, Weis (1), Aust (5), Artmann, Coric (2), Johnen (1), Thomas, Kozlina, Hoße (3).

© WhatsBroadcast

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