Beim 27:23-Sieg in Hamm wiederholt das Klatt-Team den Erfolg aus dem Hinspiel gegen den Tabellenvierten.

Handball
Die Spieler des HC Rhein Vikings freuen sich über den Überraschungs-Coup in Hamm. Mittendrin Torwart Vladimir Bozic, der maßgeblich zum Erfolg beitrug

Die Spieler des HC Rhein Vikings freuen sich über den Überraschungs-Coup in Hamm. Mittendrin Torwart Vladimir Bozic, der maßgeblich zum Erfolg beitrug

Eibner

Die Spieler des HC Rhein Vikings freuen sich über den Überraschungs-Coup in Hamm. Mittendrin Torwart Vladimir Bozic, der maßgeblich zum Erfolg beitrug

Der Spruch „Eigentlich haben wir keine Chance, aber wir werden sie nutzen“, hört sich unsinnig an, hat aber im Sport seine Daseinsberechtigung. Das haben sich nämlich auch die HC Rhein Vikings gesagt, als sie sich auf das Spiel am Samstag bei Eintracht Hamm vorbereitet haben. Und erneut gelang trotz einiger negativer Voraussetzungen die große Überraschung beim Tabellen-vierten der 2. Handball-Bundesliga.

Nach dem Schlusspfiff kannte der Jubel bei den Vikings auch keine Grenzen. Mit 27:23 (14:13) hatten die Neuss/Düsseldorfer beim Top-Team in Westfalen für eine faustdicke Überraschung gesorgt. Und dies trotz zuvor vier Niederlagen in Serie und erneut zahlreicher Ausfälle. „Ich bin unglaublich stolz auf meine Mannschaft. Das war eine grandiose Leistung. Das sind vor den anstehenden Wochen der Wahrheit zwei ganz wichtige Punkte für uns“, sagte ein zufriedener Vikings-Trainer Ceven Klatt.

Trotz der Ausfälle von Brian Gipperich, Christopher Klasmann, Christian Hoße und Daniel Pankofer zeigte sich dessen Team beim turmhohen Favoriten vor 1966 Zuschauern in der Westpress-Arena von Hamm gänzlich unbeeindruckt. So hielten die Klatt-Schützlinge nicht nur vom Anpfiff an sehr gut mit, sondern erspielten sich im ersten Spielabschnitt bis zur zehnten Minute eine Zwei-Tore-Führung – 5:3. Diese konnten die Gastgeber zwar zwischenzeitlich wieder egalisieren (5:5), doch die Vikings spielten weiterhin frech auf und legten nach. Die Folge: Felix Handschke, der auf der Mittelposition für den kurzfristig ausgefallenen Spielmacher Pankofer eine richtig starke Leistung zeigte, erzielte zwei Minuten vor der Pause die 14:11-Führung für den Außenseiter, der schon das Hinspiel überraschend mit 24:23 für sich entscheiden konnte. In die Kabine ging es schließlich mit einem 14:13-Vorsprung für den Zweitligisten aus Neuss/Düsseldorf.

In der Schlussphase schafft es Hamm nicht, zu verkürzen

Das aufopferungsvoll kämpfende Klatt-Team – gestützt auf einen einmal mehr bärenstarken Vladimir Bozic im Tor (15 Paraden, davon vier Siebenmeter) und den nach langer Verletzungspause eingewechselten Abwehrspezialisten Miladin Kozlina – ging mit 16:14 und dann sogar mit 20:16 in Führung (44.). Als Handschke und Dennis Aust dann aus dem folgenden 20:18- einen 22:18-Vorsprung machten (51.), nahmen die Gastgeber eine Auszeit. Doch gleich nach dem Wiederanpfiff der Partie legte Vikings-Kapitän Bennet Johnen acht Minuten vor Schluss zum 23:18 nach. Der Aufsteiger verteidigte hartnäckig eine Vier-Tore-Führung (24:20), und spätestens als Thomas Bahn in der 57. Minute auf 26:21 für die Vikings stellte, war der neuerliche Überraschungscoup des Außenseiters gegen den Zweitliga-Vierten perfekt.

„Damit konnte man natürlich im Vorfeld nicht rechnen. Aber ich habe den Jungs vorher gesagt, dass wir derzeit wie ein angeschlagener Boxer sind und sie an sich glauben sollen. Wir hatten einen Plan, und den hat die Mannschaft einfach super umgesetzt“, erklärte Klatt abschließend.

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