Nach 12:8-Pausenführung liegt das Klatt-Team dann klar zurück und spielt noch 22:22.

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Christopher Klasmann zählte zu den stärksten „Wikingern“.

Christopher Klasmann zählte zu den stärksten „Wikingern“.

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Christopher Klasmann zählte zu den stärksten „Wikingern“.

Viel hätte nicht gefehlt, und der Zweitliga-Aufsteiger HC Rhein Vikings Neuss/Düsseldorf wäre sogar als Sieger aus Würzburg zurückgekehrt. Aber wenn man bei einem Top-Team einen Punkt holt, tritt man die Heimfahrt auch recht zufrieden an, vor allem dann, wenn es ein sehr wechselvolles Spiel war. Vom favorisierten DJK Wölfe Rimpar ging es mit einem mehr als achtbaren 22:22 (12:8)-Remis auf die Autobahn A 3 zurück in Richtung Düsseldorf. Da dachte auch kein Spieler mehr daran, dass die Vikings kurz vor Schluss mit zwei Treffern und zur Pause sogar mit vier Toren vorne gelegen hatten. Das dritte Spiel in Folge ungeschlagen zu sein, verdrängte diese Gedanken. Es gab nichts zu hadern.

„Dieser Auswärtspunkt ist natürlich super für uns – mit Blick auf die Tabelle, aber auch hinsichtlich unserer Moral“, erklärte Trainer Ceven Klatt, der sich auch darüber freute, dass Kapitän Bennet Johnen nach seiner mehrmonatigen Zwangspause und seiner Rücken-Operation mehr als 20 Minuten auf dem Feld stand und seinen Anteil zum überraschenden Punktgewinn beigetragen hatte.

Sonderlob von Trainer Klatt für Klasmann und Hoße

Vor 1719 Zuschauern hatten die Gäste einen starken 7:0-Lauf, bei dem auch Keeper Vladimir Bozic einmal mehr mit einigen Paraden sein Können zeigte. Damit zogen die Vikings kurz vor dem Pausenpfiff bis auf 12:7 davon. Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Gäste zunächst sogar auf 13:8 (31.) und hielten diese Fünf-Tore-Führung bis zur 34. Minute – 15:10. Doch dann legten die Hausherren nach und führten 20:17. Aber das verletzungsgebeutelte Klatt-Team brach nicht völlig ein. Fünf Minuten vor dem Ende hieß es durch Christopher Klasmann sogar 22:20. Eine noch größere Überraschung schien zum Greifen nah. Nach einer weiteren Zeitstrafe für die Vikings kam Rimpar schließlich wenige Sekunden vor Schluss erneut in Ballbesitz und erzielte auch per Siebenmeter den 22:22-Endstand.

„Es wäre heute vielleicht sogar ein wenig mehr drin gewesen, aber wir wollen nicht vermessen sein und sind mit dem Punkt total zufrieden. In einer starken Abwehr waren sicher wieder Heider Thomas und Miladin Kozlina unsere tragenden Säulen“, sagte Klatt, der in der Offensive Klasmann und Christian Hoße ein Sonderlob aussprach: „Chrissi hat Verantwortung übernommen und wichtige Tore erzielt. Und Hossi hat trotz akuter Magenprobleme auf der Mittelposition klug Regie geführt.“ Am Samstag, 25. November, empfangen die Vikings zum nächsten Heimspiel den Wilhelmshavener HV im Castello (19 Uhr).

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