Die Klubführung und der lamgjhährige Trainer finden keine Basis mehr für eine Zusammenarbeit.

Frank Zilles nimmt seinen Hut und seinen Mantel . . .
Frank Zilles nimmt seinen Hut und seinen Mantel . . .

Frank Zilles nimmt seinen Hut und seinen Mantel . . .

Horstmüller

Frank Zilles nimmt seinen Hut und seinen Mantel . . .

Düsseldorf. „Manchmal rückt das Sportliche in den Hintergrund“. Mit diesen einleitenden Worten gab die TuRU am Donnerstag den Rausschmiss von Frank Zilles bekannt. Bernd Vittinghoff soll wohl interimsweise bis Saisonende die Aufgabe des Trainers übernehmen, was der Verein aber noch nicht bestätigt hat.

Bereits am Mittwochabend erreichte der Wirbel hinter den Kulissen mit der Suspendierung des langjährigen Trainers seinen vorläufigen Höhepunkt. Nach Informationen unserer Zeitung wurde Zilles kurz vor dem Anpfiff des Nachholspiels gegen den KFC Uerdingen (Anm. d. Red.: Spiel endete 1:2) vor die Wahl gestellt: Entweder er nehme die für die Startelf vorgesehenen Julian Kray und Noah Salau vom Spielberichtsbogen, oder er könne nach dem Spiel seinen Spind räumen.

Zilles blieb sich treu und beließ die beiden Winter-Zugänge, die sich trotz angeblicher Zusage für die neue Saison erneut mit Wechselgedanken beschäftigen, in der Startelf. Die Quittung: Aus der ohnehin zum Saisonende geplanten einvernehmlichen Trennung wurde nun ein Rausschmiss. In einer Pressemitteilung warf der Verein dem Ex-Profi vor, mehrfach deutlich geäußerte Wünsche des Vorstands ignoriert beziehungsweise dagegen gehandelt zu haben. Eine „professionell-neutrale Zusammenarbeit“ sei so nicht mehr möglich gewesen, hieß es dort weiter.

Ein Vorwurf, den sich jedoch vor allem auch der Club gefallen lassen muss. Denn wenn, wie zuletzt am Donnerstag offensichtlich geschehen, sogenannte Vorstandswünsche erst kurz vor einem Spiel auf die beschriebene Weise an den Trainer herangetragen werden, ist auch das kaum in Einklang mit einem professionellem Anspruch zu bringen.

Das Spiel beim TSV Meerbusch tritt völlig in den Hintergrund

Dass der Verein im Verhalten von Frank Zilles eine Gefährdung der Planung für die kommende Saison sieht, ist ein schwaches Argument und dient wohl eher der Ablenkung von eigentlichen Problemen. Neben Salau (Ratingen, Meerbusch) und Kray (Velbert) werden längst weitere Akteure wie Robert Norf (Fischeln), Benjamin Schütz (Monheim) oder Philip Lehnert (Monheim, DSC) mit anderen Klubs in Verbindung gebracht. Dass daran Frank Zilles eine Mitschuld tragen soll, fällt schwer zu verstehen. Angesichts der jüngsten Ereignisse tritt das kommende Auswärtsspiel beim abstiegsbedrohten TSV Meerbusch tatsächlich in den Hintergrund. Doch von Außen betrachtet kommt bei der TuRU in diesen Tagen nicht nur der Sport, sondern auch das Menschliche zu kurz.

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