Oscar Bizarro fiebert mit „seinen Portugiesen“. Auch in den K.o.-Spielen rechnet er nicht mit qualitativ besseren Begegnungen.

Düsseldorf. "Seiner" Nationalmannschaft war Oscar Bizarro schon wesentlich näher. Die Fußball-Europameisterschaft im eigenen Land verfolgte der Portugiese 2004 hautnah in den Stadien. Und auch bei der Weltmeisterschaft 2006 hierzulande war der Co-Trainer der TuRu irgendwie enger dran. In diesem Jahr kann sich Bizarro die WM in Südafrika nur aus der Ferne vor dem heimischen Fernsehgerät anschauen. Was den angehenden Lehrer in Anbetracht des mäßigen sportlichen Niveaus der Spiele aber nur wenig stört. "Diese WM ist für mich bisher eine einzige Enttäuschung. Vor allem die europäischen Teams blieben hinter den Erwartungen zurück. Ich habe das Gefühl, sie sind alle noch nicht so richtig auf diesem Kontinent angekommen", sagt Bizarro.

Immerhin bleibt seiner portugiesischen Elf eine Blamage erspart, wie sie Frankreich bereits erlebt hat. Nach dem 7:0-Schützenfest über Nordkorea ist das Team um Superstar Christiano Ronaldo schon vor dem abschließenden Gruppenspiel heute Abend gegen Brasilien praktisch für das Achtelfinale qualifiziert. "Wie weit wir in diesem Jahr kommen können, ist schwer zu sagen. Schon im Achtelfinale könnte Spanien warten. Da entscheidet dann die Tagesform", glaubt Bizarro. Den Schlager gegen Brasilien verfolgt der frühere C-Jugendtrainer der Fortuna nur zur Hälfte. Dann beginnt sein Wochenendtrip nach Rom. "Wenn es im Achtelfinale dann ohne die Italiener richtig spannend wird, bin ich wieder dabei", freut sich Bizarro.

Doch Hoffnungen auf dann bessere Spiele macht sich der Fußballfreund nicht. "In den Ausscheidungsrunden dominiert das taktische Geplänkel", weiß Bizarro. Darin unterscheidet sich das diesjährige Großereignis nämlich nicht von seinen Vorgängern.

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