Borussia Düsseldorf hält sich mit dem Feiern bis zum Bundesliga-Finale zurück.

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Borussia feiert, und Manager Andreas Preuß küsst den Pokal.

Borussia feiert, und Manager Andreas Preuß küsst den Pokal.

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Borussia feiert, und Manager Andreas Preuß küsst den Pokal.

Düsseldorf. Andreas Preuß war kaum zu bremsen. Borussias Manager stimmte als erster den Siegerhit "So ein Tag, so wunderschön wie heute" an. Ex-Profi "Enno" Preuß, der sonst seine Gefühle so sachlich verwalten und in knackige Aussagen verpacken kann, war sichtbar erleichtert.

Neun Jahre hatte er mit seinen Funktionärskollegen davon geträumt, am Sonntag wurde es wahr: Nach 2000 holte die Borussia durch das 3:0 im Final-Rückspiel bei den TTF Ochsenhausen (Hinspiel 2:3) wieder den Titel der europäischen Tischtennis-Champions-League. "Die Jungs waren alle gierig und wollten diese Schlappe aus dem Hinspiel wettmachen", sagte "Partykönig" Preuß.

ETTU-Vizepräsident und Ex-Borusse Eberhard Schöler überreichte Pokal und Medaillen in der Biberacher Sporthalle deshalb verdientermaßen an die Gäste. "Heute haben wir nicht viel falsch gemacht. Jeder unserer Spieler war heute ein kleines bisschen besser als sein Gegner", sagte Trainer Dirk Wagner.

Timo Boll, der mit einem 3:1 gegen Adrian Crisan seinen Teil zum Sieg betrug, lobte besonders die Leistung von Mannschaftskollege Dimitrij Ovtcharov: "Das war der Knackpunkt. Dieser Sieg hat uns in Führung gebracht, und das war der Unterschied zum Hinspiel."

Dass Christian Süß letztlich als dienstältester Borussia-Profi den entscheidenden Punkt holte, war irgendwie passend: "Es ist ein absolut tolles Gefühl, in so einer Partie den Sack zumachen zu dürfen." Gefeiert wurde - zunächst beim Empfang des Ochsenhausener Bürgermeisters, später im Tischtenniszentrum - aber mit Zurückhaltung. Denn nach dem Titel soll vor dem Titel sein.

Im Finale der Deutschen Tischtennis Liga sehen sich beide Teams wieder

So dürfte das glatte 3:0 im Halbfinal-Hinspiel beim TTC Fulda sehr motivierend gewirkt haben. Damit hatte die Borussia am Freitag zuvor völlig überraschend bereits vor dem Rückspiel am kommenden Sonntag das Endspiel um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft erreicht. Denn Fulda könnte bestenfalls ausgleichen, hätte dann aber wegen der schlechteren Platzierung in der Punkterunde das Nachsehen.

Anders als in der Champions League gibt in der DTTL nach gleichen Ergebnissen in Hin- und Rückspiel nicht das Satzverhältnis den Ausschlag, womit das Rückspiel im Tischtenniszentrum bedeutungslos ist. "Das ist schade für unsere Zuschauer, aber die Pille schlucken wir gerne, wenn wir uns dadurch jetzt schon auf das Finale vorbereiten können", sagte Preuß. Dann heißt der Gegner wohl erneut Ochsenhausen, die ihr Halbfinale gegen Frickenhausen 3:1 gewannen.

© WhatsBroadcast

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