1:3 – nur der Trainer als „Notnagel“ holt einen Punkt.

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Danny Heister: Wir sind gut gerüstet für den Titelkampf.

Danny Heister: Wir sind gut gerüstet für den Titelkampf.

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Danny Heister: Wir sind gut gerüstet für den Titelkampf.

Düsseldorf. Dass Danny Heister auf seine „alten Tage“ noch einmal Mann des Tages für die Borussia in einem Spiel der Bundesliga sein würde, hätte sich der Niederländer wohl kaum gedacht. In seinem achten Saisonspiel als „Lückenfüller“ besiegte der Trainer der Borussia in Ochsenhausen den Engländer Liam Pitchford dank einer starken kämpferischen Leistung in fünf Sätzen und verhinderte damit eine komplette Blamage seines Teams, das sich bis dahin alles andere als in Bestform präsentiert hatte.

Am Ende verloren die Borussen, die von Platz zwei der Tischtennis-Bundesliga nicht mehr zu verdrängen sind, mit 1:3 in der Arena in Bamberg. Heister hatte erneut einspringen müssen, da sich die Hoffnung auf einen Einsatz von Timo Boll (Grippe) nicht erfüllt hatte und Patrick Baum (Oberschenkelzerrung) nach wie vor verletzt ist.

Süß sichert sich bei Blamage nur sechs Punkte in drei Sätzen

Nach Janos Jakabs 0:3 gegen den Russen Kirill Skachkov blamierte sich Christian Süß gegen Andrej Gacina, machte in drei Sätzen gerade einmal sechs Punkte, verlor den dritten Durchgang sogar mit 0:11 und brachte Borussia-Manager Andreas Preuß völlig gegen sich auf: „Das war einfach nur eine Arbeitsverweigerung. So darf sich ein Profisportler nicht präsentieren – egal, ob er einen guten oder schlechten Tag erwischt, ob er erst am Donnerstag gespielt oder eine lange Autofahrt hinter sich hat. Jeder darf verlieren. Aber die Einstellung muss stimmen.“

Trainer Heister ermöglichte Süß nicht nur die Chance zur Wiedergutmachung, sondern zeigte auch, wie es anders gehen kann. „Er hat die Zuschauer mitgerissen und gezeigt, wie man auch in bedeutungslosen Spielen kämpfen kann. Er hat den Respekt der ganzen Mannschaft verdient“, sagte Preuß. Süß präsentierte sich gegen Skachkov zwar verbessert, verlor aber dennoch mit 1:3.

Für das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft war diese Begegnung so etwas wie ein Testlauf, denn das Finale (25. Mai) findet ebenfalls in der Bamberger Arena und damit erstmals seit 1991 wieder auf neutralem Boden statt. Am 22. April steht noch das letzte Saisonspiel gegen die TG Hanau an, ehe eine Woche später die Play-off-Runde beginnt.

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