Der Rücken macht Timo Boll noch Probleme. Im ersten Finale am Sonntag ist die Nummer 1 dabei.

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Noch weit entfernt von der Bestform: Timo Boll hat immer noch gesundheitliche Probleme, wird aber zum Finale antreten.

Noch weit entfernt von der Bestform: Timo Boll hat immer noch gesundheitliche Probleme, wird aber zum Finale antreten.

dpa

Noch weit entfernt von der Bestform: Timo Boll hat immer noch gesundheitliche Probleme, wird aber zum Finale antreten.

Düsseldorf. Wenn Timo Bolls Rücken sprechen könnte, müsste er wohl stündlich Rede und Antwort stehen. Im ersten Finale der Deutschen Tischtennis-Liga (DTTL) am Pfingstsonntag bei den TTF Ochsenhausen (13 Uhr, Paul-Heckmann-Halle) wird viel darauf ankommen, ob und wie der 28-Jährige seine Probleme mit der Lendenwirbelsäule überwunden hat.

Zumindest nehme er keine Schmerzmittel mehr und könne pro Tag eine Stunde trainieren, so Boll. "Es ist noch nicht perfekt, aber ich bin schon ganz zufrieden. Jeden Tag geht’s besser, aber ganz weg ist es leider noch nicht."

Nun gelte es, die Form aufzubauen und das Gefühl für Schläger, Ball und Tisch zu bekommen. Denn am Sonntag und genau eine Woche später im Rückspiel, das vor großer Kulisse in der Reisholzer Mehrzweckhalle stattfinden wird, kann die Borussia eigentlich nur verlieren. Zum einen sind die Düsseldorfer Titelverteidiger, zum anderen haben sie sich durch den Endspielsieg jüngst zum besten europäischen Team gekrönt. Ausgerechnet gegen Ochsenhausen, jetzt auch Gegner im nationalen Endspiel.

Boll hat die überraschende Pleite im Hinspiel (2:3) nicht vergessen, zum 3:0 im Rückspiel und dem Triumph in der Königsklasse war die Bestform aller Akteure nötig: "Das ist ein starker Gegner, das wird bis zum letzten Punkt im Rückspiel am Sonntag ein hartes Stück Arbeit."

Wobei diesmal das Reglement etwas anders ist als im europäischen Wettbewerb. Der Borussia würde in der Gesamtabrechnung von Hin- und Rückspiel wegen der besseren Platzierung in der Hauptrunde ein Unentschieden reichen.

Der erste Lehrgang mit der Nationalmannschaft ist Ende Juli, im August stehen die ersten Turniere in Asien an, danach startet die Deutsche Tischtennis-Liga in die neue Saison.

Zwar wird auch bis zum Gewinn des dritten Punktes gespielt, das aber nicht mit maximal fünf Einzeln wie in der Champions League, sondern mit vier Einzeln und einem eventuell entscheidenden Doppel. Allerdings darf jener Spieler, der zwei Einzel absolviert, nicht mehr im Doppel zum Einsatz kommen.

Die anderen beiden - wahrscheinlich Christian Süß und Dimitrij Ovtcharov - sowie der Ersatzmann (Marcos Freitas) dagegen schon. Ist Boll fit, wird er sich sicher in zwei Einzeln den Konkurrenten Chuang Chih-Yuan und Adrian Crisan stellen, als dritter Ochsenhausener stehen Par Gerell oder Tiago Apolonia im Aufgebot

Der deutsche Meistertitel würde die starke Saison krönen

Die Titelverteidigung soll der Zuckerguss auf der Torte einer langen Saison werden. "Es wäre ein Erfolgserlebnis vor dem verdienten Urlaub und ansonsten ziemlich unangenehm, den Groll einer Niederlage mitnehmen zu müssen." Zwei Spiele lang muss der 28-Jährige wohl noch auf die Zähne beißen, die Rückenschmerzen irgendwie ausschalten. Dann geht es mit Ehefrau Rodelia für zwei Wochen in den Urlaub.

Danach beginnt der langsame körperliche Aufbau, um irgendwann wieder voll einsteigen zu können. "Wir haben recht viel Zeit im Sommer zur Vorbereitung auf die Saison, das ist gut", sagt Boll. Am liebsten mit einem gesunden Rücken und der Borussia als Titelverteidiger in der Liga.

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