Der 18-Jährige vom TC Rheinstadion bereitet sich auf ein Stipendium in Amerika vor.

WZ-Mitarbeiterin Jennifer Lucka mit Vereinskollege Malte Stropp.
WZ-Mitarbeiterin Jennifer Lucka mit Vereinskollege Malte Stropp.

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Lange

WZ-Mitarbeiterin Jennifer Lucka mit Vereinskollege Malte Stropp.

Düsseldorf. Viele junge Sportler träumen von einer großen Karriere als Profisportler, doch für Tennistalent Malte Stropp vom TC Rheinstadion scheint der Traum bald in Erfüllung zu gehen.

Der 18-Jährige, der zu den besten Nachwuchsspielern Deutschlands gehört, wird nach seinem Abitur nächstes Jahr ein Tennisstipendium in den USA antreten. Damit will Malte Stropp einen weiteren Schritt in Richtung Profi-Karriere gehen.

Der 18-jährige Neusser ist zahlreicher Niederrhein- und deutscher Vizemeister mit der Mannschaft des Tennisverbandes Niederrhein. Außerdem hat der Youngster zahlreiche Erfolge bei Herrenturnieren verbucht.

Dass der junge Spieler immer für eine Sensation gut ist und das Zeug zur Nummer eins hat, bewies er mit seinem 4:6, 6:1, 6:1-Sieg über Marko Lenz (TC Gifhorn), der in der deutschen Rangliste der Junioren U18 auf Platz eins zu finden ist. "Dies war das beste Match meiner Karriere", sagt er. "Jeder Schlag hat einfach geklappt."

Das Ballgefühl wurde Malte schon in die Wiege gelegt. Vater Heiko und Mutter Ulrike waren erfolgreiche Handballer. Beim "Luftballontennis" mit dem fünfjährigen Malte entdeckte dessen Vater sein Talent und meldete ihn bei Trainer Ludvik Trunecek im Neusser TC Weissenberg an.

Mittlerweile ist der Gymnasiast viermal wöchentlich im Tennis-Leistungsstützpunkt in Essen anzutreffen. Dort steht nicht nur das zweieinhalbstündige Verbandstraining mit Trainer Mathias Gummowski auf dem Programm, auch Kraft- und Konditionseinheiten sind Teil seiner Vorbereitung.

Außerdem trainiert er noch ein weiteres Mal mit seiner Verbandsligamannschaft bei Ludvik Trunecek, mit dem er vor einigen Jahren zum TCRheinstadion gewechselt ist. Er liebt beim Tennis die 1:1-Situation auf dem Court und den großen Spaßfaktor. Der Linkshänder schafft es mit seinem variablen Spiel, seine Gegner immer wieder aufs neue zu ärgern.

Um sein Talent zu beurteilen, reiste ein Trainer aus den USA an

Nächstes Jahr wird der "Durchschnittsschüler" an einem Gymnasium in Kaarst sein Abi machen und ab August an einer amerikanischen Universität Tennis spielen und gleichzeitig BWL/VWL studieren. Das Abi sowie Sprachtests sind ein Muss für die Stipendiaten.

Den Videofilm mit seinen Tenniskünsten hat Malte Stropp ebenfalls fertig. Er war bereits zehnmal in Amerika und freut sich schon auf das vierjährige Studium, das ohne Stipendium bis zu 60.000 Euro kosten würde.

Ein Coach aus Chicago war bereits hier, um sein Tennisspiel zu begutachten. Der 18-Jährige weiß, dass es eine harte Zeit wird, doch sein Ziel ist, sein Tennisspiel zu verbessern und den Sprung in die Profitour zu schaffen.

Für die Zukunft wünscht er sich eine Weltranglistenposition unter den besten 150. Außerdem "möchte ich irgendwann bei den French Open auf dem Platz stehen", sagt er mit einem Strahlen im Gesicht. Gerne würde er in die Fußstapfen des Linkshänders Rafael Nadal treten und sein Hobby zum Beruf machen.

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